06 April 2026, 22:03

Fast 1.000 Geschlechtsänderungen in Sachsen-Anhalt seit November 2024

Farbcodierte 2017-Europa-Gleichstellungsindex-Karte mit erklärendem Text links.

Fast 1.000 Geschlechtsänderungen in Sachsen-Anhalt seit November 2024

Seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im vergangenen November haben in Sachsen-Anhalt fast 1.000 Menschen ihr rechtliches Geschlecht ändern lassen. Das Gesetz ermöglicht es Betroffenen, ihre Eintragung ohne langwierige Begutachtungen anzupassen. Behörden zufolge verläuft die Reform bisher reibungslos und ohne nennenswerte Probleme.

Die neue Regelung trat im November 2024 in Kraft. Seither haben 976 Personen in Sachsen-Anhalt ihren Geschlechtseintrag aktualisiert. Der Fachverband der Standesämter bewertete den Prozess als weitgehend erfolgreich – nur ein Verdachtsfall auf Missbrauch wurde bisher registriert.

Die meisten Antragstellenden sind erwachsen, die genaue Zahl der Minderjährigen bleibt jedoch vertraulich. Der AfD-Abgeordnete Gordon Köhler behauptete, dass etwa 40 der Änderungen Jugendliche betrafen, wobei der Großteil den Eintrag von weiblich zu männlich änderte. Nur vier Personen nahmen nach der ersten Anpassung eine zweite Korrektur vor.

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Behörden prüfen nun mögliche Anpassungen des Gesetzes. Ein Vorschlag sieht vor, dass Personen, die während ihrer Registrierung als männlich eine Straftat begangen haben, fünf Jahre warten müssen, bevor sie ihren Eintrag ändern dürfen.

Das Selbstbestimmungsgesetz wird seit seiner Einführung stetig genutzt. Mit fast 1.000 bearbeiteten Änderungen und wenigen Komplikationen scheint die Reform wie vorgesehen zu funktionieren. In den kommenden Monaten sind weitere Diskussionen über mögliche Novellierungen zu erwarten.

Quelle