06 March 2026, 16:02

Fünf NRW-Städte gründen Initiative GeKo Rhein Wupper gegen organisierte Kriminalität

Ein detaillierter alter Stadtplan von Trapezunt, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und begleitenden Text mit Informationen zur Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Fünf NRW-Städte gründen Initiative GeKo Rhein Wupper gegen organisierte Kriminalität

Fünf Städte in Nordrhein-Westfalen haben sich im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Betrug zu einer neuen Initiative namens GeKo Rhein Wupper zusammengeschlossen. Das Projekt, das vergangene Woche an den Start ging, vereint Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld als Gründungsmitglieder. Eine aktuelle Aktion in Langenfeld förderte bereits betrügerische Meldepraktiken und illegale Wohnungsnutzung zutage.

Die zentrale Koordinierungsstelle von GeKo Rhein Wupper hat ihren Sitz in Wuppertal. Die Initiative wurde durch Landesmittel des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung ermöglicht. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Behörden bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität, Sozialbetrugs und anderer Straftaten zu verbessern.

Bei einer gemeinsamen Operation unter Leitung von Oliver Konsierke wurden kürzlich in Langenfeld Betrugsfälle aufgedeckt. Die Ermittler stießen in Reusrath auf 12 Scheinwohnsitze, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Sieben Personen stehen nun wegen unklarer Aufenthaltstitel und möglicher Schwarzarbeit unter Beobachtung.

Weitere Verdachtsmomente ergaben sich an einer dritten Adresse, wo die Behörden vermuten, dass durch Meldebetrug Einwanderungsregeln umgangen wurden. In Richrath führte ein Meldeverstoß zur Abmeldung, nachdem Beamte auf mögliche vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennungen und illegale Baumaßnahmen gestoßen waren. Zudem beobachtet Langenfeld ungewöhnliche Immobilieninvestitionen, bei denen Käufer große Objekte erwerben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen.

Während der Kern der Initiative aus fünf Städten besteht, wird ein landesweiter Aktionstag am 4. März 2026 insgesamt zwölf Kommunen einbinden. Beteiligt sind dann auch Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld und Velbert – wenn auch nicht als Gründungsmitglieder von GeKo Rhein Wupper.

Die Initiative hat bereits gegen illegale Wohnungsnutzung und Meldebetrug vorgegangen. Die Behörden ermitteln weiterhin in Fällen von Schwarzarbeit, falschen Anmeldungen und verdächtigen Immobiliengeschäften. Durch die enge Zusammenarbeit soll die Strafverfolgung gestärkt und künftige kriminelle Machenschaften in der Region verhindert werden.

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