Fußballturnier in Bergisch Gladbach krönt Wochen gegen Rassismus mit Solidarität statt Pokalen
Lara WagnerFußballturnier in Bergisch Gladbach krönt Wochen gegen Rassismus mit Solidarität statt Pokalen
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden mit Fußballturnier in Bergisch Gladbach
Die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus gingen mit einem Fußballturnier in Bergisch Gladbach zu Ende. Statt Pokale erhielten die Mannschaften ein gemeinsames Transparent mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus", um die Botschaft der Veranstaltung zu unterstreichen. Das unter dem Motto "Kick gegen Rassismus" ausgetragene Turnier brachte neun lokale Teams im Geiste von Fairplay und Solidarität zusammen.
Das Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt in Bergisch Gladbach, das 2024 gegründet wurde, organisierte die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz. Die diesjährige Kampagne stand unter dem Leitmotiv "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und rechtsextreme Ideologien" und setzte sich für Inklusion sowie gegen Diskriminierung ein.
Neun Mannschaften nahmen teil, darunter Teams der Abou-Bakr-Moschee, der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), der syrischen Gemeinschaft, der SPD, von Guinea United und des Bündnisses selbst. Die Spiele wurden ohne Schiedsrichter ausgetragen – stattdessen setzten die Teilnehmer auf gegenseitigen Respekt und sportliche Fairness. Den Turniersieg sicherte sich die IGMG Bergisch Gladbach e.V., doch im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern der Zusammenhalt.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus, koordiniert vom Deutschen Institut für Menschenrechte, verzeichneten in diesem Jahr die Beteiligung von mindestens acht Städten und Gemeinden. In Siegen, Pfaffenhofen an der Ilm, Bottrop, Ingolstadt, Greifswald, Krefeld, Dresden und im Main-Kinzig-Kreis fanden eigene Veranstaltungen statt – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Workshops. Ziel war es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für Rassismus und Ausgrenzung zu schaffen.
Das Turnier und die begleitende Kampagne unterstrichen das Anliegen des Bündnisses, eine offene und vielfältige Gesellschaft zu fördern. Indem auf Medaillen zugunsten eines gemeinsamen Antirassismus-Banners verzichtet wurde, rückte die Veranstaltung die kollektive Verantwortung in den Vordergrund – statt individueller Erfolge. Die Aktionen in ganz Deutschland markierten einen weiteren Schritt im anhaltenden Engagement gegen Diskriminierung durch gesellschaftlichen Zusammenhalt.






