02 May 2026, 18:11

Georg Baselitz – der große Provokateur der Nachkriegskunst ist tot

Deutsches Propagandaplakat aus dem Jahr 1910 für das Künstlerhaus Wien mit einem geflügelten Mann in einem Kranz, mit ausgestreckten Armen und kräftiger Schrift und leuchtenden Farben.

Georg Baselitz – der große Provokateur der Nachkriegskunst ist tot

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst und einer der wichtigsten Vertreter des Neo-Expressionismus, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Bekannt für seine kühnen, auf den Kopf gestellten Gemälde, hatte er erst kürzlich eine neue Ausstellung in Venedig im Rahmen der Biennale vorbereitet.

Baselitz erlangte erstmals Bekanntheit durch seinen unkonventionellen Ansatz – er drehte seine Motive einfach um. Seine Werke stellten traditionelle Perspektiven infrage und wurden zum Markenzeichen seiner langen Karriere. 2015 nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an und vertiefte so seine Verbindung zur Kunstszene des Landes.

Noch vor wenigen Wochen eröffnete er eine Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg. Im Rahmen der Schau stiftete er eines seiner eigenen Werke der ständigen Sammlung des Museums. Die für die Biennale geplante Veranstaltung in Venedig sollte sein letzter öffentlicher Auftritt werden.

Sein Einfluss erstreckte sich über Jahrzehnte und prägte die moderne Malerei mit roher, expressiver Kraft. Weltweit zeigten Galerien seine Werke und festigten seinen Ruf als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Europas.

Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Kunst. Seine letzten Ausstellungen in Salzburg und Venedig markieren das Ende einer Karriere, die die Nachkriegskunst neu definierte. Museen und Sammler werden seine unverwechselbaren, auf den Kopf gestellten Visionen weiterhin präsentieren.

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