Gil Ofarim gesteht Lüge: Antisemitismus-Vorwurf gegen Hotelmitarbeiter war erfunden
Marie SchneiderGil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim gesteht Lüge: Antisemitismus-Vorwurf gegen Hotelmitarbeiter war erfunden
Im Oktober 2021 warf der Sänger Gil Ofarim einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vor. Er behauptete, der Mann werde ihn auffordern, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Der Fall nahm im November 2023 eine dramatische Wende, als Ofarim vor Gericht eingestand, dass seine Geschichte erfunden war. Der Vorfall hatte den Hotelangestellten bereits seinen Job gekostet und bei ihm bleibende psychische Schäden hinterlassen.
Die Kontroverse begann, als Ofarim öffentlich erklärte, ein Mitarbeiter des Westin Hotels Leipzig werde antisemitische Bemerkungen machen. Er bestand darauf, ein Zeuge habe gesehen, wie er die Kette trage, und behauptete später, Überwachungsaufnahmen seien manipuliert worden. Sein Anwalt, Dr. Alexander Stevens, bezeichnete die Situation angesichts der wachsenden Zweifel an den Beweisen als "kaum zu überbietende Heuchelei".
Ofarim behauptete später, er dürfe den Fall wegen einer Vertraulichkeitsvereinbarung nicht offen diskutieren. Doch der Anwalt des Hotelmitarbeiters stellte klar, dass es eine solche Vereinbarung nie gegeben habe – lediglich eine Unterlassungserklärung, die Ofarim daran hindere, seine Vorwürfe zu wiederholen. Im Prozess zeigte sich, dass die Hotelaufnahmen nicht verändert worden waren und Ofarim zum fraglichen Zeitpunkt die Kette gar nicht getragen hatte.
Im November 2023 gestand Ofarim die Lüge und wurde zur Zahlung von 10.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Der zu Unrecht beschuldigte Mitarbeiter, der suspendiert worden war und Todesdrohungen erhalten hatte, verlor seinen Arbeitsplatz und leidet weiterhin unter den psychischen Folgen. Ofarim brach sein Schweigen zu dem Vorfall während eines Lagerfeuer-Gesprächs bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, doch seit dem Prozess gab es keine weiteren rechtlichen Schritte.
Der Fall endete mit Ofarims Eingeständnis der Falschaussage und einer finanziellen Entschädigung. Der fälschlich beschuldigte Hotelangestellte trägt weiterhin die Folgen des Vorfalls, während das Westin Hotel nie eine öffentliche Stellungnahme abgab. Die Unversehrtheit der ursprünglichen Aufnahmen wurde gerichtlich bestätigt, womit der Rechtsstreit abgeschlossen wurde.






