04 March 2026, 20:27

Grevenbroichs Bürgermeister fordert Entlastung bei steigender Kreisumlage im Rhein-Kreis Neuss

Eine Liniengrafik, die die Bundesverschuldung zeigt, die von der Öffentlichkeit gehalten wird, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bereitstellt.

Grevenbroichs Bürgermeister fordert Entlastung bei steigender Kreisumlage im Rhein-Kreis Neuss

Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert Entlastung für die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss

Der Grevenbroicher Bürgermeister Klaus Krützen hat den Rhein-Kreis Neuss aufgefordert, die finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden zu verringern. Hintergrund ist der steigende Kreisumlage-Satz, der die Haushalte der Kommunen zunehmend belastet. Krützen betont, dass der Kreis nun seinen Teil der Last tragen müsse, um wichtige Leistungen wie Schulen und Straßen zu sichern.

Die Kreisumlage – ein Beitrag, den die Kommunen zur Finanzierung regionaler Aufgaben leisten – ist in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen. Lag der Betrag pro Einwohner 2021 noch bei 285 Euro, sind es 2025 bereits 412 Euro. Gründe für den Anstieg sind höhere Sozialausgaben und eine geänderte Verteilung des Umlagesystems. Besonders betroffen sind Städte wie Dormagen, Grefrath und Kaarst, wo die Abgaben um über 50 Prozent stiegen – mit schweren Folgen für Gemeinden mit vielen einkommensschwachen Haushalten.

Grevenbroich steht unter besonderem Druck: Ab 2026 werden die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen der Stadt voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die volle Kreisumlage zu decken. Krützen warnt, dass die fehlenden Mittel sonst in Schulen, Kitas, Vereine oder Straßeninstandhaltung fließen könnten. Ohne Entlastung drohen den Kommunen Kürzungen bei Zukunftsprojekten und sozialen Leistungen.

Als Lösung unterstützt Krützen einen Vorschlag der kommunalen Spitzenverbände, der ein verbindliches Sparziel im Kreishaushalt vorsieht. Er plädiert für eine Kürzung um zwei Prozent – den sogenannten Globalen Minderaufwand –, um die Belastung der Städte zu begrenzen. Krützen betont, dass dies ein fairer und solidarischer Schritt sei, und fordert den Kreis auf, weitere Einschnitte bei lokalen Dienstleistungen zu verhindern.

Die steigende Kreisumlage hat die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss in eine schwierige Lage gebracht: Es fehlen Mittel für Investitionen und den laufenden Betrieb. Mit seiner Forderung nach einem verbindlichen Sparziel will Krützen die finanzielle Last gerechter verteilen. Wird der Vorschlag umgesetzt, könnte dies die Abgaben der Städte begrenzen – und so Spielraum für lokale Prioritäten schaffen.