11 June 2026, 16:01

Großrazzia in sechs Bundesländern wegen mutmaßlichen Insiderhandels mit Aktien

Illegale Aktientransaktionen? Über 40 Verdächtige

Großrazzia in sechs Bundesländern wegen mutmaßlichen Insiderhandels mit Aktien

In Deutschland läuft derzeit eine großangelegte Ermittlung wegen Insiderhandels. Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe, dass Privatpersonen vertrauliche Kenntnisse über eine geplante Unternehmensübernahme nutzten, um vor der öffentlichen Bekanntgabe Aktien zu kaufen.

Die Ermittlungen begannen nach dem Börsengang eines Unternehmens aus Würzburg im Jahr 2022. Die Behörden gehen davon aus, dass 42 Personen interne Informationen über die Übernahmepläne des Unternehmens für persönliche Gewinne ausnutzten. Nach Bekanntgabe des Deals stieg der Aktienkurs des Unternehmens deutlich an.

Am 19. März 2023 führten die Behörden Razzien in sechs Bundesländern durch: Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Schleswig-Holstein waren betroffen. Dabei wurden Computer und Datenträger beschlagnahmt, jedoch keine Festnahmen vorgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg leitet die Ermittlungen. Die Beamten betonten, dass weder das betroffene Logistikunternehmen noch dessen Mitarbeiter unter Verdacht stehen. Die Staatsanwälte rechnen mit einer längeren Dauer der Untersuchungen.

Mittlerweile beläuft sich die Zahl der Verdächtigen auf 42. Der Fall dreht sich um mutmaßlichen Insiderhandel im Vorfeld einer Unternehmensübernahme. Die Behörden werten weiterhin die beschlagnahmten Beweismittel aus, während die Ermittlungen voranschreiten.

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