Hallescher FC bricht alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig radikal ab
Marie SchneiderHallescher FC bricht alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig radikal ab
Hallescher FC (HFC) setzt mit beispielloser Maßnahme ein Zeichen im deutschen Fußball: Der Verein bricht nahezu sämtliche sportliche Kontakte zu RB Leipzig ab. Die Entscheidung folgt einem Beschluss der Mitgliederversammlung, sich von den Fußballaktivitäten des Red-Bull-Konzerns zu distanzieren. Es handelt sich um die erste vollständige sportliche Boykottmaßnahme dieser Art in Deutschland.
Die Konsequenz: Künftig wird der HFC keine Freundschaftsspiele, Testbegegnungen oder gemeinsame Nachwuchsturniere mehr gegen RB Leipzig austragen. Selbst die Jugend- und Frauenteams sind von dem Verbot betroffen. Bisher hatte der HFC in extremen Wetterlagen die Trainingsanlagen von RB Leipzig genutzt – dieser Zugang wurde nun ebenfalls gestrichen.
Der Verein begründete den Schritt als "klare und konsequente Abgrenzung" vom Fußballmodell Red Bulls. Trotz des Boykotts bleiben Transfers von Spielern oder Mitarbeitern aus dem RB-Leipzig-System zum HFC jedoch weiterhin möglich.
Sämtliche Mannschaften des HFC – unabhängig von Alter oder Geschlecht – müssen sich an die neue Richtlinie halten. Die Abstimmung unterstreicht die entschiedene Haltung gegen die Zusammenarbeit mit von Red Bull unterstützten Clubs.
Damit endet eine langjährige sportliche Verbindung zwischen beiden Vereinen. Der HFC wird künftig vollständig unabhängig agieren, ohne gemeinsame Trainingseinheiten oder Spiele gegen RB Leipzig. Die Entscheidung setzt einen neuen Präzedenzfall für den Umgang des deutschen Fußballs mit konzerngeführten Mannschaften.






