Hamburgs ehrgeiziger Plan: Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 – fünf Jahre vor dem Bund
Emma GüntherHamburg präsentiert Entwurf für kommunale Wärmeanlagenplanung - Hamburgs ehrgeiziger Plan: Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 – fünf Jahre vor dem Bund
Hamburg hat einen Entwurf für einen Plan vorgelegt, mit dem die Wärmeversorgung der Stadt bis 2040 klimaneutral werden soll – fünf Jahre früher als das bundesweite Ziel. Bevor die Strategie 2026 endgültig beschlossen wird, bittet die Stadt nun Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen um ihre Stellungnahmen zu den Vorschlägen.
Aktuell entfällt etwa die Hälfte des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen Hamburgs auf die Wärmeversorgung. Dennoch sind acht von zehn Haushalten weiterhin von Öl oder Gas abhängig. Der neue Wärmewendeplan der Stadt prüft Alternativen wie Wärmepumpen, gemeinsame Wärmenetze und den Ausbau der Fernwärme, um die Emissionen zu senken.
Der Entwurf umfasst auch ein Online-Tool – das Hamburger Wärmeportal – mit interaktiven Karten, die für verschiedene Stadtteile die besten Heizlösungen aufzeigen. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Wärmepumpen gering: 2024 setzten nur 44 Prozent der Neubauten auf diese Technologie – deutlich unter dem Bundesschnitt von 70 Prozent.
Bis zum 14. April können Anwohnerinnen, Anwohner und Unternehmen die Pläne über das Diplanung-Portal einsehen und Feedback geben. Anschließend wird die Stadt die Vorschläge überarbeiten, bevor der Plan voraussichtlich Ende Juni 2026 verabschiedet wird.
Falls der Wärmeplan angenommen wird, soll er Hamburgs Abkehr von fossilen Brennstoffen in den nächsten zwei Jahrzehnten steuern. Das Ziel, die Wärmeversorgung bis 2040 klimaneutral zu gestalten, läge damit vor der bundesweiten Frist. Die Behörden werden nun die öffentlichen Rückmeldungen auswerten, bevor sie 2025 die endgültige Fassung festlegen.