22 January 2026, 22:07

Handball-Kapitän Golla entgeht Sperre nach Roter Karte gegen Portugal

Eine Gruppe von Männern, die Handball auf einem Platz spielen, mit einem Ball in der Mitte der Aktion und Zuschauern im Hintergrund bei der Futsal-Weltmeisterschaft 2019, bei der Bayern München gegen Paris Saint-Germain spielt.

Handball-Kapitän Golla entgeht Sperre nach Roter Karte gegen Portugal

Deutschlands Handball-Kapitän Johannes Golla drohte nach einer Roten Karte im Spiel gegen Portugal eine Sperre. Der Vorfall ereignete sich beim Auftakt der Hauptrunde am 22. Januar 2026 und löste eine Debatte über die Angemessenheit der Entscheidung aus. Trotz der Kontroverse bestätigte der Europäische Handballverband (EHF) später, dass Golla keine Sperre erhalten und für das nächste entscheidende Spiel zur Verfügung stehen werde.

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Die dramatische Szene spielte sich in der 53. Minute ab, als Golla Portugals Francisco Costa foulte. Nach einer Videobegutachtung zeigten die Schiedsrichter die Rote Karte, was sofort auf Kritik stieß. Nationaltrainer Alfred Gislason hielt die Strafe für überzogen und argumentierte, der Kontakt – lediglich im Brustbereich – hätte höchstens eine Zwei-Minuten-Strafe verdient.

Golla selbst bezeichnete die Situation als bedauerlich und beteuerte, er habe seinen Gegner keinesfalls verletzen wollen. Unterstützung erhielt er von Mannschaftskollegen Miro Schluroff, dem besten Torschützen des Spiels, der eine mögliche Sperre als unverhältnismäßig hart bezeichnete. Doch nicht alle sahen es so: Handball-Legende Stefan Kretzschmar verteidigte die Schiedsrichterentscheidung und erklärte, sie lasse keinen Spielraum für Diskussionen. Der EHF prüfte den Fall schließlich und verzichtete auf weitere Maßnahmen, sodass Golla im nächsten Spiel Deutschlands gegen Norwegen auflaufen darf.

Die Entscheidung ermöglicht es Golla, seine Mannschaft in der bevorstehenden Partie anzuführen und einen möglichen herben Rückschlag zu vermeiden. Mit der aufgehobenen Sperre bleibt Deutschland sein Kapitän in einer entscheidenden Phase des Turniers erhalten. Der Fall ist damit abgeschlossen – die Meinungen über die ursprüngliche Rote Karte bleiben jedoch gespalten.