Handwerk in Sachsen ächzt unter Rekord-Spritpreisen und drohenden Auftragsverlusten
Sachsens Handwerk warnt vor hohen Kraftstoffpreisen - Handwerk in Sachsen ächzt unter Rekord-Spritpreisen und drohenden Auftragsverlusten
Steigende Spritpreise belasten Unternehmen in Sachsen – Handwerk besonders betroffen
Die stark gestiegenen Kraftstoffkosten setzen Unternehmen in Sachsen zunehmend unter Druck, insbesondere im Handwerkssektor. Der Sächsische Handwerkstag, der mehr als 54.000 Betriebe vertritt, warnt, dass die hohen Diesel- und Benzinpreise die Nachfrage nach Dienstleistungen gefährden und zu rückläufigen Aufträgen führen könnten.
Allein die Dieselpreise in Deutschland sind in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Daten von Statista zeigen einen Anstieg um 9,4 Prozent innerhalb von drei Monaten und einen monatlichen Zuwachs von 9,8 Prozent – auf 133,08 Euro pro 100 Liter im Januar 2026. Zwar verzeichnete der Jahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber Januar 2025, doch bleiben die Preise auf hohem Niveau: Im April 2025 lag der Durchschnittspreis für Diesel bei rund 159,1 Cent pro Liter. Die CO₂-Steuer trägt maßgeblich zu den erhöhten Kosten bei.
Einige Autofahrer in Sachsen weichen bereits auf Tankstellen in den Nachbarländern aus, um günstigeren Sprit zu finden. Uwe Nostitz, Präsident des Sächsischen Handwerkstags, bezeichnet die Situation als "auf Dauer nicht tragbar" für die Betriebe. Der Verband, der etwa 280.000 Beschäftigte vertritt und einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro erwirtschaftet, fürchtet, dass anhaltend hohe Kosten die Branche schwächen könnten.
Doch auch der Freistaat profitiert von den hohen Spritpreisen, da Steuern und Abgaben einen großen Teil der Kraftstoffkosten ausmachen. Branchenvertreter warnen jedoch, dass die finanzielle Belastung für Unternehmen weitreichende wirtschaftliche Folgen haben könnte. Sie fordern die Politik auf, gegenzusteuern, bevor sich die Lage weiter verschärft.
Der Sächsische Handwerkstag hat die Behörden aufgefordert, dringend Maßnahmen gegen die steigenden Spritpreise zu ergreifen. Ohne politische Intervention drohen Handwerksbetrieben weitere finanzielle Einbußen. Der Verband warnt, dass anhaltend hohe Kosten die Nachfrage nach Dienstleistungen dämpfen und lokale Unternehmen in Bedrängnis bringen könnten.
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