Hessen erhöht Holzeinschlag nach Ende des Buchen-Fällverbots deutlich
Lotta SchulteMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessen erhöht Holzeinschlag nach Ende des Buchen-Fällverbots deutlich
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern stieg Ende 2025 und Anfang 2026 spürbar an
Der Anstieg folgte der Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Behörden führten die Entwicklungen auf laufende Maßnahmen zur Waldbewirtschaftung und Klimawandelanpassung zurück.
Das Fällverbot war ursprünglich 2020 eingeführt worden, um neue Strategien für den Umgang mit Buchen unter veränderten Klimabedingungen zu entwickeln. Nach der Lockerung der Beschränkungen 2024 weiteten sich die Holzeinschlagsaktivitäten aus – insbesondere in buchenreichen Gebieten. Bis Anfang 2026 wurden innerhalb weniger Monate etwa 725.000 Kubikmeter Holz geschlagen.
Gesamter Holzeinschlag 2025 bei rund 1,49 Millionen Kubikmetern Die Menge lag leicht über den Vorjahren. Während der Einschlag von Laubholz, darunter Buche, um etwa 25 Prozent stieg, ging der Nadelholzeinschlag um rund 6 Prozent zurück. Diese Verschiebung spiegelte den allgemeinen Trend wider, Wälder in stabilere Mischbestände umzuwandeln.
Buchenwälder in Hessen seit 2024 um 15 Prozent geschrumpft Sturmschäden und verstärkter Holzeinschlag verringerten die Buchenbestände von 450.000 Hektar im Jahr 2020 auf 382.500 Hektar bis 2025. In diesen Gebieten werden gezielt Bäume entnommen, um mehr Licht für trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen.
HessenForst passt Maßnahmen an – Bodenschutz im Winter im Fokus Die staatliche Forstverwaltung hat ihre Arbeitsweisen angepasst, um den Boden bei winterlichen Bedingungen zu schonen. Dies soll eine kontinuierliche Holzversorgung sichern, während Umweltbelastungen minimiert werden. Gleichzeitig schwächen die Nachwirkungen vergangener Dürreperioden weiterhin die Buchen und machen sie anfälliger für Schäden.
Langfristige Ziele: Klimaresistente Wälder und stabile Holzversorgung Die Änderungen beim Holzeinschlag entsprechen Hessens strategischer Ausrichtung in der Forstwirtschaft. Während Buchenbestände zurückgehen, nehmen Mischwälder zu – der Fokus liegt auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimastress. Behörden beobachten weiterhin, wie sich die Anpassungen auf Holzversorgung und Ökosystemgesundheit auswirken.






