15 April 2026, 02:03

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie Deutschland mit Schulgewalt und Mobbing umgehen soll

Deutscher Revolution 1910 Plakat mit einer Gruppe von Menschen und einer Krone, mit Text.

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie Deutschland mit Schulgewalt und Mobbing umgehen soll

Im Deutschen Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) brachte zwei Anträge ein, in denen sie eine strengere Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe forderte. Kritiker warfen der Partei jedoch vor, ein komplexes Problem, das Schüler bundesweit betrifft, zu vereinfachen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Streit eskalierte, als AfD-Abgeordnete Anträge vorlegten, die eine systematische Überwachung von Schulgewalt verlangten. Sie verwiesen dabei auf Messerangriffe, Bedrohungen und religiösen Zwang, um ihre Forderungen zu untermauern. Zudem warf die Partei Saskia Esken, der SPD-Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bundestag, vor, das Problem zu verharmlosen.

Esken räumte zwar ein, dass die Gewalt zugenommen habe, lehnte jedoch einen direkten Zusammenhang mit Migration ab. Stattdessen verwies sie auf gesamtgesellschaftliche Trends und mangelnde Konfliktlösungskompetenz bei Jugendlichen. Polizeidaten bestätigten einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern.

Vertreter von Union, Grünen und Linken waren sich einig, dass Schulgewalt und Mobbing – einschließlich Cybermobbing, von dem fast jeder fünfte Schüler betroffen ist – ernsthafte Probleme darstellen. Gleichzeitig kritisierten sie, dass die AfD die Thematik zu eng fasst. Die Anträge wurden schließlich zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte zeigte tiefe Gräben auf, wie mit Schulgewalt in Deutschland umgegangen werden soll. Zwar erkannten Abgeordnete verschiedener Parteien das Problem an, doch gingen die Meinungen über Ursachen und Lösungen weit auseinander. Die Anträge werden nun eingehend geprüft, bevor mögliche Maßnahmen ergriffen werden.

Quelle