07 March 2026, 14:04

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg feiert seinen 101. Geburtstag mit politischer Botschaft

Ein Steinplatten auf einer Wand mit eingravierten Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal.

Glückwunsch zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg - Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg feiert seinen 101. Geburtstag mit politischer Botschaft

Albrecht Weinberg, Überlebender des Holocaust und langjähriger Kämpfer gegen Antisemitismus, hat seinen 101. Geburtstag gefeiert. Die Landesregierung von Niedersachsen übermittelte persönliche Glückwünsche und würdigte damit sein jahrzehntelanges Engagement in der politischen Bildungsarbeit. Seine Lebensgeschichte bleibt eine eindringliche Mahnung an Widerstandsfähigkeit und den fortwährenden Einsatz für die Demokratie.

Weinberg überlebte drei nationalsozialistische Konzentrationslager: Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Fast seine gesamte Familie wurde vom NS-Regime ermordet. Trotz dieses Traumas widmete er sein weiteres Leben dafür, seine Erlebnisse an jüngere Generationen weiterzugeben.

Sein Einsatz für die Bewahrung von Demokratie und Menschlichkeit fand Anerkennung durch Niedersachsens Ministerpräsidenten. Seit Jahrzehnten hält Weinberg öffentlich Vorträge und warnt vor den Gefahren des rechtsextremen Gedankenguts. Im vergangenen Jahr gab er aus Protest gegen den wachsenden Einfluss extremistischer Gruppen in Deutschland sein Bundesverdienstkreuz zurück.

Weinberg steht mit diesem Anliegen nicht allein da. Auch andere Überlebende wie Ruth Steinfeld setzen sich im Rahmen von Initiativen wie dem Marsch des Lebens für ähnliche Ziele ein. Eva Weyl sprach erst 2025 an der JSG Neukirchen-Vluyn, während Leon Weintraub 2026 für sein Engagement gegen Rassismus mit dem Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet wird.

Die Würdigung von Weinbergs Geburtstag unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Holocaust-Überlebenden in Deutschland. Ihre Zeugnisse und ihr aktivistisches Wirken bleiben unverzichtbar im Kampf gegen Antisemitismus und Extremismus. Schulen, Organisationen und Behörden stützen sich weiterhin auf ihre Stimmen, um kommende Generationen zu bilden.

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