23 March 2026, 02:03

Jens Zangenfeind wird mit 78 Prozent neuer Landrat in Miesbach

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das auf einer Karte von Deutschland und Österreich überlagert ist.

Jens Zangenfeind wird mit 78 Prozent neuer Landrat in Miesbach

Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) ist zum neuen Landrat des Landkreises Miesbach in Oberbayern gewählt worden. Sein deutlicher Sieg in der Stichwahl markiert einen tiefgreifenden Wandel in der lokalen Politik und beendet die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU im Landkreis.

Bei der Wahl sicherte sich Zangenfeind eine überwältigende Mehrheit von 78 Prozent der Stimmen, während sein CSU-Gegenkandidat Franz Schnitzenbaumer nur auf 22 Prozent kam. Dies folgt auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs, in dem Zangenfeind bereits mit 45,3 Prozent vorne lag, Schnitzenbaumer hingegen bei 25,6 Prozent zurückblieb.

Zangenfeind, bisher Bürgermeister von Hausham, trat gegen Schnitzenbaumer an, den ehemaligen Bürgermeister von Schliersee. Die Stichwahl am 22. März 2026 bestätigte den Trend: Zangenfeind erhielt 30.875 Stimmen, Schnitzenbaumer dagegen nur 8.713.

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Das Ergebnis deutet auf einen deutlichen Niedergang der CSU in Miesbach hin. Seit der Wahl 2014 ist die Unterstützung für die Partei von einer dominierenden Position auf gerade einmal 18 Prozent in der Stichwahl gesunken. Der Aufstieg der FWG auf 45,3 Prozent im ersten Wahlgang und 78 Prozent in der Stichwahl spiegelt die wachsende Zustimmung der Wähler für die Gruppierung wider.

Die Wahl beendet zudem eine Ära für die CSU, da der bisherige Landrat Olaf von Löwis nach nur einer Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl antrat.

Zangenfeinds Erdrutschsieg bringt der FWG erstmals die Kontrolle über die Kreisverwaltung ein. Die geschwächte Position der CSU, die nun weniger als ein Viertel der Stimmen hält, verändert die politische Landschaft in Miesbach grundlegend. Der neue Landrat übernimmt sein Amt mit einem klaren Mandat – nach einer deutlichen Abkehr der Wähler von der Führung der CSU.

Quelle