21 March 2026, 02:03

Kurt Beck attackiert Özdemirs "pragmatische Klimapolitik" als Parteiverrat

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Kurt Beck wirft Özdemir eine 'peinliche' Kampagne vor - Kurt Beck attackiert Özdemirs "pragmatische Klimapolitik" als Parteiverrat

Der ehemalige Ministerpräsident Kurt Beck hat den Wahlkampf des Grünen-Politikers Cem Özdemir in Baden-Württemberg öffentlich scharf kritisiert. Der SPD-Veteran warf Özdemir vor, sich bewusst von den Kernwerten seiner Partei zu distanzieren. Becks Äußerungen fallen in eine Phase, in der er den amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer im eigenen Landeswahlkampf in Rheinland-Pfalz unterstützt.

Beck unterstellte Özdemir, sich gezielt von der traditionellen Haltung der Grünen abzugrenzen. Der Grünen-Co-Vorsitzende hatte eine "pragmatische Klimapolitik" versprochen, die mit der Wirtschaft und nicht gegen sie arbeite. Zudem kündigte er an, Bürokratie abzubauen und die Steuern für Unternehmen zu senken – und inszenierte den Wahlkampf damit als Entscheidung über Arbeitsplätze und Industrie.

Özdemirs Kampagne nahm dabei einen fast präsidialen Ton an, nutzte eine "Wir"-Rhetorik, die auch die CDU einschloss, und suchte gezielt die überparteiliche Verständigung. Beck nannte diese Strategie "peinlich" und einen klaren Versuch, die eigene Parteiposition zu untergraben. Er betonte, dass Schweitzer, der SPD-Kandidat in Rheinland-Pfalz, solche Taktiken niemals anwenden würde.

Die Kritik zeigt die Spannungen zwischen den regionalen Wahlkampfstilen auf. Während sich Özdemir als wirtschaftsnaher Reformer präsentiert, pocht Beck darauf, dass Schweitzer den SPD-Grundsätzen treu bleibe, ohne sie offen zu verraten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Becks Aussagen unterstreichen damit den deutlichen Graben, der die Parteien in ihren Herangehensweisen an die Landeswahlen trennt. Özdemirs Fokus auf wirtschaftliche Zusammenarbeit und überparteiliche Appelle steht im Kontrast zu Schweitzers traditionellerem Wahlkampf. Das Ergebnis in Baden-Württemberg könnte dabei auch die Strategien für die anstehende Abstimmung in Rheinland-Pfalz prägen.

Quelle