02 April 2026, 10:03

Leichter Anstieg: Mehr Spätaussiedler aus Kasachstan kommen nach Deutschland

Eine Weltkarte mit Farben, die die Visapolitik von Kasachstan anzeigen, mit der Überschrift "Visapolitik von Kasachstan" unten.

Leichter Anstieg: Mehr Spätaussiedler aus Kasachstan kommen nach Deutschland

Die Zahl der Aussiedler und Spätaussiedler deutscher Herkunft, die aus Kasachstan nach Deutschland einreisen, hat in den vergangenen drei Jahrzehnten starke Schwankungen erlebt. Friedland, ein zentrales Durchgangslager in Niedersachsen, bleibt weiterhin die erste Anlaufstelle für Registrierung und Integration. Aktuelle Zahlen zeigen einen leichten Anstieg der Ankünfte nach Jahren des deutlichen Rückgangs.

In den frühen 1990er-Jahren kamen jährlich noch über 200.000 Spätaussiedler aus Kasachstan nach Deutschland. Bis zu den frühen 2000er-Jahren sank diese Zahl bereits auf etwa 38.000 pro Jahr. Der Rückgang beschleunigte sich nach 2006, als Deutschland das Aussiedlergesetz reformierte, die Anspruchsvoraussetzungen verschärfte und ein punktbasiertes System einführte. Auch die Unabhängigkeitspolitik Kasachstans in den 1990er-Jahren, die die nationale Identität betonte und den Gebrauch der deutschen Sprache zurückdrängte, trug zum Rückgang bei.

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Bis 2010 wurden nur noch 508 Spätaussiedler aus Kasachstan registriert. Der Abwärtstrend setzte sich fort: 2012 lag die Zahl bei 422. In den vergangenen 15 Jahren pendelten sich die jährlichen Ankünfte bei einigen Tausend ein – weit unter den früheren Spitzenwerten.

2024 stieg die Zahl leicht auf 2.546 an. In diesem Jahr wurden in Friedland insgesamt 4.238 Personen erfasst, darunter 1.079 aus Kasachstan. Weitere Spätaussiedler kamen aus Russland (2.562), der Ukraine (381) und Kirgisistan (80).

Die jüngsten Zahlen deuten auf einen bescheidenen Anstieg der Spätaussiedler aus Kasachstan hin, nachdem die Zahlen jahrelang gesunken waren. Friedland bleibt das zentrale Aufnahmelager für Registrierung und Integration dieser Zuwanderer. Insgesamt liegen die Zahlen jedoch weiterhin weit unter denen der 1990er- und frühen 2000er-Jahre.

Quelle