Buchmesse Absagt Buchpräsentation von AfD-Politiker Krah - Leipziger Buchmesse streicht Krah-Lesung wegen Sicherheitsbedenken
Leipziger Buchmesse sagt geplante Präsentation von Maximilian Krahs Roman Die Reise nach Europa ab
Die Leipziger Buchmesse hat die geplante Lesung zu Die Reise nach Europa, einem Roman des Autors und Europaabgeordneten Maximilian Krah, abgesagt. Als Begründung nannten die Veranstalter Sicherheitsbedenken, die eine Durchführung des Termins unmöglich machten. Die Entscheidung folgte einer Risikobewertung, die sich auf Krahs prominente Position und seine umstrittenen Positionen bezog.
Krah zeigte sich überrascht von der Absage und wies die Argumentation der Messe zurück. Zugleich stellte er deren Bekenntnis zu offener Debatte infrage.
Die Absage wurde nach einer gründlichen Prüfung durch das Sicherheitsteam der Buchmesse bestätigt. Laut internen Richtlinien müssen Veranstaltungen mit einem erheblichen Risikopotenzial entweder verlegt oder abgesagt werden. In diesem Fall sahen die Organisatoren keine Möglichkeit, die Sicherheitsbedenken auszuräumen.
Der Verlag Castrum Verlag, der Krahs Werk veröffentlicht, hatte die Lesung angemeldet, wurde jedoch kurz vor Messebeginn über die Stornierung informiert. Krah selbst bezeichnete die Sicherheitsargumente als haltlos. Sein Roman, der sich mit Europas Geschichte, Erinnerungskultur und Identität auseinandersetzt, dürfe nicht zum Schweigen gebracht werden, betonte er. Der Verlag versuchte seitdem vergeblich, die Veranstalter zum Umdenken zu bewegen.
Die Leipziger Buchmesse betonte zwar ihre Rolle als Plattform für Dialog und literarischen Austausch, verwies jedoch darauf, dass der Schutz der Besucher – insbesondere von Schulklassen, Familien und jungen Menschen – absolute Priorität habe. Wie bei früheren politisch brisanten Veranstaltungen gehandhabt wurde, blieb offen; konkrete Sicherheitsvorkehrungen wurden nicht genannt.
Krah reagierte scharf auf die Absage und bezeichnete die Messe als irrelevant, wenn sie sich scheue, Debatten über sein Werk zu führen. Die Stornierung spiegle eine grundsätzliche Abneigung wider, sich mit kontroversen Themen auseinanderzusetzen, so der Autor.
Die Lesung wird im Rahmen der diesjährigen Buchmesse nicht stattfinden. Ob es alternative Termine geben wird, ließ die Messe offen. Die Entscheidung unterstreicht die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und Sicherheit bei öffentlichen Kulturveranstaltungen.
Historical Precedent for Security Concerns
The cancellation echoes a 2017 incident at the Frankfurter Buchmesse, where protests disrupted a right-wing publisher's stand. 'Aufgrund von Sicherheitsbedenken – was nicht überrascht, denkt man an die Tumulte am Antaios-Stand 2017 zurück,' noted taz.de. The event was scheduled for 21 March 2026, per the Castrum Verlag's registration. This pattern underscores recurring tensions between free speech and safety at German literary events.






