21 January 2026, 18:03

Leipziger Podiumsdiskussion beleuchtet Spätfolgen rechtsextremer Gewalt in Ostdeutschland

Ein Buchumschlag mit Adolf Hitler umgeben von Menschen in Mützen, betitelt "Deutsches Kolonial-Feitung" und datiert 11/1940.

Leipziger Podiumsdiskussion beleuchtet Spätfolgen rechtsextremer Gewalt in Ostdeutschland

Veranstaltung in Leipzig untersucht langfristige Folgen rechtsextremer Gewalt in Ostdeutschland

Unter dem Titel "Meldet euch zu Wort! Rechtsextreme Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart (Ost-)Deutschlands" befasst sich eine Veranstaltung in Leipzig mit den anhaltenden Auswirkungen rechtsextremer Übergriffe in Ostdeutschland. Expert:innen, Aktivist:innen und Betroffene kommen zusammen, um zu erörtern, wie solche Gewalt über Jahrzehnte hinweg Leben geprägt hat. Die Diskussion findet am Samstag, 25. Oktober, von 17:00 bis 18:30 Uhr im Heizhaus Leipzig statt.

Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Phasen: die sogenannten "Baseballschlägerjahre" der 1990er-Jahre und die heutige Zunahme radikaler Tendenzen. Zu Gast sind Willie Wildgrube, Yasemin Said und Alina Chipo Zitzmann-Ndindah, die Perspektiven aus Aktivismus, Sozialarbeit und persönlicher Erfahrung einbringen. Der Autor Lukas Rietzschel, der in Ostsachsen aufgewachsen ist, übernimmt die Moderation.

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Themen der Veranstaltung sind die langfristigen Traumata durch rechtsextreme Angriffe, die sich auf Beruf, Bildung und soziale Beziehungen auswirken. Zudem wird diskutiert, wie solche Gewalt Gemeinschaften schwächt, Misstrauen schürt und den sozialen Zusammenhalt zerbricht. Die Organisator:innen betonen die Notwendigkeit traumasensibler Angebote, institutioneller Verantwortung und präventiver Maßnahmen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt wiederherzustellen. Die Podiumsdiskussion ist eine Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung und des Heizhaus Leipzig. Sie fragt danach, was sich verändert hat, was wiederkehrt und wie man rechtsextremer Gewalt weiterhin widerstehen kann. Behandelt werden unter anderem Gewalterfahrungen von Jugendlichen, staatliche Reaktionen sowie die Auswirkungen auf den Alltag und soziale Einrichtungen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die tiefgreifenden und langfristigen Folgen rechtsextremer Gewalt für Einzelne und die Gesellschaft sichtbar zu machen. Durch den Austausch vielfältiger Stimmen soll das Bewusstsein gestärkt und zu weiterem Engagement gegen Radikalisierung angeregt werden. Die Diskussion findet präsenzbasiert im Heizhaus Leipzig am 25. Oktober statt.