Linksextreme beschmieren Kaleb-Büro in Chemnitz – 4.000 Euro Schaden und wachsende Solidarität
Marie SchneiderLinksextreme beschmieren Kaleb-Büro in Chemnitz – 4.000 Euro Schaden und wachsende Solidarität
Bundesgeschäftsstelle der Lebensschutzorganisation Kaleb in Chemnitz von Linksextremisten mit Farbe beschmiert
Am 21. Mai wurde die Bundesgeschäftsstelle von Kaleb, einer lebensschützenden Organisation in Chemnitz, von linksextremen Tätern mit Farbe beschmiert. Die Angreifer bezeichneten die Gruppe als „rechtsextreme Fundamentalisten“ und versuchten, ihre Arbeit zu behindern. Die Beseitigung der Schäden wird nun auf 3.000 bis 4.000 Euro geschätzt.
Die 1988 in der ehemaligen DDR gegründete Organisation Kaleb bietet Schwangeren und Familien Beratung sowie finanzielle Unterstützung an. Mit rund 30 regionalen Stellen leistet sie praktische Hilfe und soziale Dienstleistungen. Allein im vergangenen Jahr verteilte Kaleb in der Region Chemnitz etwa 125.000 Euro an Hilfsgeldern.
Bei dem Angriff handelt es sich bereits um den dritten Vorfall dieser Art innerhalb von vier Jahren. Die Täter riefen zudem zu einer Gegenkundgebung gegen den anstehenden „Marsches für das Leben“ auf, der am kommenden Samstag in Annaberg stattfinden soll.
Als Reaktion formierte sich eine Welle der Solidarität: Spenden, Unterstützungserklärungen und Gebete erreichen Kaleb und seine Mitarbeiter in großer Zahl.
Die Organisation steht nun vor Reparaturkosten von bis zu 4.000 Euro. Trotz der Zerstörungen setzt Kaleb seine Arbeit für Frauen und Familien fort. Der Angriff hat zudem die Spannungen vor der geplanten „Marsches für das Leben“-Veranstaltung weiter verschärft.






