Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit Virtual-Reality-Trainer
Marie SchneiderLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit Virtual-Reality-Trainer
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Schulungstool für Piloten vor
Die Lufthansa Group und Airbus haben ein innovatives digitales Trainingsprogramm für Piloten eingeführt: den Virtual Procedure Trainer. Das System nutzt Virtual Reality, um Flugzeugcockpits realistisch zu simulieren, und soll die frühe Phase der Pilotenausbildung effizienter und flexibler gestalten.
Das Tool läuft über ein VR-Headset und einen Laptop und bietet Piloten eine dreidimensionale, echtzeitnahe Cockpit-Ansicht. Aktuell unterstützt es die Flugzeugfamilie A320, doch es sind Erweiterungen für Langstreckenmodelle wie die A330 und A350 geplant – ein konkreter Zeitplan von Airbus steht jedoch noch aus.
Die ersten beiden VR-Systeme wurden bereits in Frankfurt und Wien zu Testzwecken installiert. Piloten können damit Standardverfahren üben, die bisher nur in teuren Flugsimulatoren möglich waren – und das nachhaltiger. Die Software lässt sich zudem auf iPads nutzen, was ortsunabhängiges Training ermöglicht.
An der Weiterentwicklung der Anwendung arbeiten Lufthansa Aviation Training, die Fluggesellschaften der Lufthansa Group und Airbus gemeinsam. Ziel ist es, den Virtual Procedure Trainer in die mustergültige Typenausbildung für alle unterstützten Flugzeugmodelle zu integrieren. In der Testphase wird nun geprüft, wie gut die Technologie von den Piloten angenommen wird und welche Vorteile sie bietet.
Ein besonderer Vorzug des Systems: Piloten können Übungen je nach individuellem Bedarf wiederholen und sich so gezielt auf spätere Ausbildungsabschnitte vorbereiten – bei gleichzeitig reduzierter Simulatorzeit. Durch seine Flexibilität und Effizienz könnte der Virtual Procedure Trainer die Pilotenausbildung langfristig revolutionieren.






