Markus Söder steht vor dem Stockacher Narrengericht – ein historischer Fasnets-Auftritt
Marie SchneiderFasnacht-Einladung: Söder auf die Narrenschanke gebeten - Markus Söder steht vor dem Stockacher Narrengericht – ein historischer Fasnets-Auftritt
Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender, wird am 12. Februar 2023 vor dem Stockacher Narrengericht auftreten. Die Veranstaltung ist Teil einer fast 675 Jahre alten schwäbisch-alemannischen Fasnets-Tradition, bei der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in einem humorvollen Scheinprozess mit Witz und Scharfsinn konfrontiert werden.
Die Verhandlung findet am Schmotzigen Dunschtig (Fetter Donnerstag), eine Woche vor dem Rosenmontag, vor Publikum statt. Söder ist nach Franz Josef Strauß im Jahr 1979 erst der zweite amtierende bayerische Ministerpräsident, der sich diesem Spottgericht der Narren stellen muss. Seine Auswahl als diesjähriger Angeklagter ist kein Zufall – die Veranstalter wählten ihn bewusst, weil er bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März nicht kandidiert.
Das Stockacher Narrengericht, auch Narrenschwertgericht genannt, verlangt von den Angeklagten, sich mit Schlagfertigkeit und Satire zu verteidigen. 2020 hatte Peter Rothenbacher die Rolle des vorherigen „Staatsanwalts“ inne. Nun tritt Söder in den Fokus und muss sich spielerischen Anklagen stellen – in einer Tradition, die Fasnets-Treiben mit öffentlichem Spektakel verbindet.
Die Veranstaltung wird Söders Witz in einem jahrhundertealten Fasnets-Brauch auf die Probe stellen. Als zweiter bayerischer Regierungschef, der sich diesem Scheinprozess unterzieht, knüpft er an eine lange Tradition an. Das Ergebnis wird, wie immer, heiter ausfallen – doch die Zuschauer werden es mit Spannung verfolgen.






