29 June 2026, 08:02

Massenrücktritt in der Mittelstandsunion: Warum der gesamte Hof-Vorstand die CSU verlässt

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt in der Mittelstandsunion: Warum der gesamte Hof-Vorstand die CSU verlässt

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung in Oberfranken und Ortsvorsitzender, verließ sowohl die Organisation als auch die CSU. Ihr Rückzug markiert einen deutlichen Bruch innerhalb der Vereinigung.

Die Vorstandsmitglieder Cornelia Jeschek, Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel legten ihre Ämter nieder und traten ebenfalls vollständig aus der Mittelstandsunion aus. Ihre Entscheidung richte sich nicht gegen andere Mitglieder, sondern sei auf mangelnden Einfluss und fehlende Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Organisation zurückzuführen.

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Kretzer kritisierte die CSU dafür, sich zunehmend von ihren Mitgliedern, den kleinen und mittleren Unternehmen sowie den wirtschaftlichen Realitäten zu entfernen. Fachliches Know-how und praktische Rückmeldungen aus der Basis würden zugunsten von Machtkalkülen ignoriert. Unternehmer fühlten sich nicht mehr vertreten, und demokratische Prozesse hätten an Glaubwürdigkeit verloren.

Die Probleme beschränken sich nicht auf den Landkreis Hof. Auch auf regionaler und Landesebene nehme das Engagement für Mittelstandsthemen ab. Die Unterzeichner äußerten zudem Frust über die Rentenpolitik des Verbandes, wachsende Bürokratie, steigende Sozialabgaben und Energiekosten. Entscheidungen über kleine und mittlere Unternehmen würden oft über sie hinweg statt mit ihnen getroffen.

Die Rücktritte unterstreichen die wachsende Unzufriedenheit unter den Vertretern des Mittelstands. Die ausscheidenden Mitglieder nannten fehlende Mitspracherechte und die Entfremdung von realen Wirtschaftsbelangen als zentrale Gründe. Ihr Ausstieg stellt die Organisation nun vor die Frage, wie es künftig mit Basisnähe und Ausrichtung weitergeht.

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