Medienbranche im Umbruch: Zwei Großfusionen verändern NRWs Zeitungsmarkt
Emma GüntherMedienbranche im Umbruch: Zwei Großfusionen verändern NRWs Zeitungsmarkt
Zwei Großübernahmen erschüttern Deutschlands Zeitungsmarkt
In den vergangenen Wochen hat die deutsche Zeitungsbranche zwei bedeutende Deals erlebt. Ende Februar übernahm das Verlagshaus DuMont die Kölnische Rundschau. Kurz darauf kündigte die Rheinische Post an, mehrere westfälische Tageszeitungen samt ihrer Digitalplattformen zu kaufen.
Den Anfang machte DuMont mit der Übernahme der Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag. Der Deal markiert eine weitere Verschiebung in der regionalen Medienlandschaft.
Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, westfälische Titel erwerben zu wollen. Nach Abschluss der Transaktion wird die Verlagsgruppe die höchste Tagesauflage in Nordrhein-Westfalen halten.
Das Bundeskartellamt wird beide Übernahmen prüfen. Seine Bewertung beschränkt sich jedoch auf Leserzahlen und Werbemärkte. Rechtlich darf es nicht untersuchen, wie sich die Deals auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit auswirken könnten.
Diese Übernahmen unterstreichen einen wachsenden Trend im deutschen Mediensektor: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von größeren Konzernen geschluckt. Die Veränderungen werden die Besitzverhältnisse in der Zeitungsszene des bevölkerungsreichsten Bundeslandes neu ordnen.






