05 March 2026, 18:04

MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Begeisterung trifft auf Kritik bei 25-Euro-Tickets

Ein lebendiger Plakat von Wisconsin voller verschiedener Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Snacks mit "Festival Foods" darauf gedruckt.

MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Begeisterung trifft auf Kritik bei 25-Euro-Tickets

Erstes MERIAN Reisefestival eröffnet in Wiesbaden – Begeisterung und Kritik

Am Wochenende eröffnete das erste MERIAN Travel Festival seine Tore im Rhein-Main Congress Center (RMCC) in Wiesbaden. Von Samstag bis Montag bot die Veranstaltung Vorträge, Ausstellungen und Aktivitäten für Reisebegeisterte. Doch manche Besucher zeigten sich enttäuscht von dem, was sie vorfanden.

Schon am ersten Morgen hatten Besucher Mühe, den Eingang zu finden – um 10 Uhr waren weder Schilder noch Banner ausgeschildert. Im Inneren wirkte die Ausstellungshalle eher verhalten, mit nur sporadischem Publikumsverkehr zwischen den Ständen. Lokale Aussteller wie die Buchhandlung Angermann präsentierten Reiseliteratur und verwandte Produkte, während Vorträge und Demonstrationen – darunter eine Klangschalen-Session von Schloss Freudenberg – das Programm füllten.

Auf zwei Bühnen traten bekannte Referenten auf, darunter Denis Scheck, die Brüder Aaron und Achill Moser, Jonas Deichmann sowie Verena Lugert. Draußen zog ein Fotografie-Workshop des Anbieters Cewe Interesse auf sich – Teilnehmer erhielten fünf kostenlose Abzüge. Die Außenbereiche und die Essensstände waren lebendiger als die ruhigeren Innenbereiche.

Präsentiert wurden Reiseziele von nahen Regionen wie Rheingau-Wiesbaden bis hin zu fernen Destinationen wie Costa Rica, Afrika und Alaska. Die Eintrittskarten kosteten 25 Euro für einen Tag oder 60 Euro für ein Dreitages-Ticket – einige Gäste fragten sich jedoch, ob das Erlebnis den Preis rechtfertigte.

Das Festival wollte Reisende durch Diskussionen, Unterhaltung und Ausstellungen inspirieren. Während einige Angebote wie die Outdoor-Workshops und die Gastronomie gut besucht waren, blieben andere Bereiche hinter den Erwartungen zurück. Die Veranstalter werden das Feedback vermutlich auswerten, bevor sie künftige Auflagen planen.