26 March 2026, 10:03

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im deutschen Fernsehen

Ein Mann im Rollstuhl in Anzug und Krawatte umgeben von Reportern mit Kameras und Mikrofonen sowie einem Banner und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im deutschen Fernsehen

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl ist sie nun im deutschen Fernsehen zu sehen. Seit dem 12. Februar gehört sie zum Team von BR24 des Bayerischen Rundfunks – nach einer erfolgreichen Probephase im vergangenen Herbst. Ihre Ernennung markiert einen bedeutenden Schritt für Medienvielfalt in Deutschland.

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Kottmanns Weg beim Bayerischen Rundfunk begann bereits 1997, als sie für die Rundschau, den Vorgänger von BR24, zu arbeiten begann. Über die Jahre hinweg machte sie sich durch Professionalität, eine herzliche Ausstrahlung und ihre unverwechselbare Stimme einen Namen. Sowohl Kollegen als auch Zuschauer loben ihre Fähigkeit, eine enge Verbindung zum Publikum aufzubauen.

2023 schrieb der Sender eine Stelle für einen BR24-Nachrichtensprecherin aus. Kottmann bewarb sich, moderierte eine Testwoche im Herbst und überzeugte die Verantwortlichen mit ihrem Können. Heute präsentiert sie die Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr.

Seit zwölf Jahren ist Kottmann aufgrund von Multipler Sklerose auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihre Präsenz vor der Kamera – inklusive des sichtbar gezeigten Rollstuhls – macht sie bereits jetzt zur Identifikationsfigur für Menschen mit Behinderungen. Vor ihrer Anstellung gab es im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk keine Nachrichtensprecher*innen im Rollstuhl.

Mit ihrer neuen Rolle steht Kottmann nun an vorderster Front der täglichen Nachrichtenberichterstattung von BR24. Ihre Erfahrung und ihr Einsatz für mehr Inklusion in den Medien lenken die Aufmerksamkeit auf Barrierefreiheit im Rundfunk. Der Schritt unterstreicht zudem das Engagement des Bayerischen Rundfunks, eine größere Vielfalt an Stimmen im Programm abzubilden.

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