10 June 2026, 00:28

Mitteldeutschland-Anbindung: Thüringens BSW fordert Tempo bei verzögertem Schienenausbau

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Anbindung: Thüringens BSW fordert Tempo bei verzögertem Schienenausbau

BSW-Fraktion in Thüringen fordert schnellere Umsetzung der Mitteldeutschland-Anbindung

Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen drängt auf zügigere Fortschritte beim Ausbau der Mitteldeutschland-Verbindung. Das Projekt sei entscheidend, um die Fernverkehrsanbindung zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland zu verbessern, so die Argumentation. Doch durch Finanzierungslücken habe sich der Baubeginn verzögert – notwendige Modernisierungen werden um Jahre verschoben.

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Die geplante Strecke soll die Verbindung von Chemnitz und Dresden über Erfurt bis in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet elektrifizieren und modernisieren. Schnellere Züge würden die Reisezeiten verkürzen, doch das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für die Arbeiten bereitstehen.

Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung des Abschnitts Weimar–Jena–Gera–Gößnitz. Zudem sind teilweise zweigleisige Ausbauten geplant, um die Kapazitäten zu erhöhen. Doch da bis 2029 bei mehreren Schienenprojekten noch eine Finanzierungslücke von 2 Milliarden Euro besteht, fehlen auch die benötigten 544 Millionen Euro für diese Teilstrecke.

Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen, doch der Start wurde auf 2028 verschoben. Die vollständige Elektrifizierung der Strecke wird nun erst 2032 erwartet – deutlich später als ursprünglich geplant. Die BSW stuft die Mitteldeutschland-Verbindung als eine der wichtigsten Schienenachsen Thüringens ein und fordert mehr Bundesmittel, um das Projekt zu beschleunigen.

Ohne zusätzliche Finanzierung drohen der Mitteldeutschland-Anbindung weitere Jahre der Verzögerung. Die verschobene Bauphase und der verlängerte Zeitplan für die Elektrifizierung bedeuten, dass verbesserte Angebote für Fahrgäste und Güterverkehr deutlich später kommen als erhofft. Die BSW setzt sich weiterhin für eine stärkere finanzielle Unterstützung ein, um das Vorhaben voranzubringen.

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