26 January 2026, 22:09

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – warum das Konus-Ticket scheiterte

Ein detaillierter alter Stadtplan von Neuhof, Deutschland, der Straßen, Gebäude und weitere Merkmale mit Textbeschriftungen zeigt.

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – warum das Konus-Ticket scheiterte

Neubulach stellt kostenlosen ÖPNV für Touristen zum Jahresende ein

Der Gemeinderat von Neubulach hat einstimmig beschlossen, das kostenlose Nahverkehrsangebot für Touristen im Rahmen des Konus-Tickets bis Ende des Jahres abzuschaffen. Bisher konnten Besucher damit Busse und Bahnen in der Region ohne zusätzliche Kosten nutzen. Als Hauptgründe für die Abschaffung nannten die Verantwortlichen die geringe Nachfrage sowie das günstigere, bundesweit gültige Deutschlandticket als Alternative.

Jahre lang hatten Touristen mit dem Konus-Ticket kostenlos den Regionalverkehr nutzen können. Doch die Inanspruchnahme blieb minimal: 2023 wurden nur zwölf Tickets genutzt, 2024 lediglich fünf. Dennoch gab die Gemeinde jährlich Tausende Euro für das Programm aus – 2023 rund 7.300 Euro bei knapp 15.000 Übernachtungen, 2024 stiegen die Kosten auf etwa 9.500 Euro bei fast 19.000 Übernachtungen.

Mit der Einführung des preiswerten Deutschlandtickets verlor das Konus-Ticket weiter an Attraktivität. Zudem reisten die meisten Gäste ohnehin mit dem Auto an, sodass der Bedarf an lokalem ÖPNV sank. Der Gemeinderatvorsitzende Helmut Carstens, der die pensionierte Bürgermeisterin Petra Schupp vertrat, unterstützte die Entscheidung und erklärte das Angebot für nicht mehr tragbar. Die Abstimmung besiegelt damit das Ende von Neubulachs Beteiligung am Konus-Ticket-Programm. Wohin die eingesparten Mittel fließen sollen, steht jedoch noch nicht fest.

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Die Änderung tritt zum 31. Dezember in Kraft. Touristen erhalten dann keinen kostenlosen Nahverkehr mehr, können aber auf das Deutschlandticket als Option für lokale Fahrten zurückgreifen. Neubulachs Schritt folgt einem klaren Trend: Die Nachfrage war stets gering, und die Reisegewohnheiten der Gäste haben sich gewandelt.