Neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll Dresden und Prag in einer Stunde verbinden
Lotta SchultePlanung für den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsbahnlinie Dresden-Prag abgeschlossen - Neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll Dresden und Prag in einer Stunde verbinden
Die Pläne für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag haben einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. Die vorläufige Planungsphase ist nun abgeschlossen, sodass die Vision von schnelleren grenzüberschreitenden Verbindungen der Realität einen Schritt näher rückt. Sollte das Projekt genehmigt werden, würde die Strecke die Reisezeiten deutlich verkürzen und die Verbindungen zwischen Deutschland und Tschechien verbessern.
Die geplante Trasse umfasst einen 30 Kilometer langen Tunnel durch das Erzgebirge auf deutscher Seite. Dieses durchgehende Tunneldesign macht sie zu einem der längsten Tunnelprojekte im Rahmen deutscher internationaler Bahnvorhaben und hebt sie von Strecken wie Köln–Antwerpen ab. Sobald die Strecke in Betrieb ist, könnte sich die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag von derzeit 2,5 Stunden auf nur noch eine Stunde reduzieren.
Der Deutsche Bundestag wird nun die vorläufigen Ergebnisse prüfen, bevor über die nächsten Schritte entschieden wird. Zudem ist eine zwischenstaatliche Vereinbarung mit Tschechien geplant, die jedoch noch von Haushaltsbewilligungen abhängt. Das Projekt soll an die Effizienz bestehender Hochgeschwindigkeitsverbindungen anknüpfen, wie etwa der Strecke Köln–Brüssel Flughafen, die rund zwei Stunden Fahrtzeit benötigt.
Über Dresden hinaus würde die neue Linie Berlin mit Prag in etwa 2,5 Stunden verbinden – eine deutliche Verbesserung gegenüber den aktuellen Reisezeiten, auch wenn die genauen Fahrzeiten für die gesamte Strecke noch nicht bestätigt sind.
Die Zukunft des Projekts hängt nun von der Zustimmung des Bundestags und den finalen Haushaltsentscheidungen ab. Bei grünem Licht würde die Strecke Dresden–Prag zu einem der ehrgeizigsten grenzüberschreitenden Bahnprojekte der Region. Schnellere Reisezeiten und eine bessere Anbindung der beiden Städte wären die erwarteten Folgen.






