Neue MsbG-Novelle beschleunigt Rollout intelligenter Stromzähler bis 2025

Emma Günther
Emma Günther
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Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Emma Günther

Neue MsbG-Novelle beschleunigt Rollout intelligenter Stromzähler bis 2025

Deutschland beschleunigt die Einführung intelligenter Zähler mit einer Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die Änderungen, die bis Ende 2025 in Kraft treten sollen, zielen darauf ab, die Marktkommunikation zu verbessern und die Installationsprozesse zu vereinfachen. Bereits jetzt haben sich über 50 grundzuständige Messstellenbetreiber zu Kooperationsbündnissen zusammengeschlossen, um die anstehenden Einbauquoten für den Urlaub zu erfüllen.

Die zweite Novelle des MsbG führt mehrere zentrale Maßnahmen ein. Eine wichtige Neuerung ist die verpflichtende Erfassung von Verbrauchsdaten im 15-Minuten-Takt, die Verbrauchern detailliertere Einblicke in ihren Energieverbrauch ermöglichen soll. Zudem entfällt die Pflicht zur Installation von Steuerungseinheiten in Anlagen ohne Einspeisung, bei denen kein Strom ins Netz zurückgespeist wird.

Eine neue zentrale Plattform, der MaBiS-Hub, wird unter der Bundesnetzagentur eingerichtet. Dieses System übernimmt die Abwicklung von Abrechnungs- und Bilanzierungsdaten und entlastet so die Messstellenbetreiber. Zudem umfasst es spezielle Funktionen zur Verbesserung der Datenqualität und Prozesssicherheit.

Für mehr Einheitlichkeit sorgen ab Juli 2026 bundesweit standardisierte Messstellenverträge. Diese legen einheitliche Regelungen zu Vertragsstrafen, monatlichen Zahlungen und Installationsabläufen fest. Eine vorgeschriebene Mindestnutzungsdauer soll zudem verhindern, dass neu installierte intelligente Messsysteme vorzeitig ausgetauscht werden.

Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt der Novelle: Betreiber müssen sich künftig in Kooperationsbündnissen organisieren, um die Einbauvorgaben für den Urlaub zu erfüllen. So haben sich bereits 27 Anbieter unter dem Dach der "Smart Meter Kooperation Deutschland" zusammengeschlossen; weitere Allianzen wurden etwa von Unternehmen wie EnBW und E.ON gebildet.

Die neuen Regelungen schaffen klarere Abläufe und stärken die Zusammenarbeit der Betreiber. Gleichzeitig legen sie den Grundstein für die weitere Digitalisierung des deutschen Energiesystems. Mit dem MaBiS-Hub als zentraler Datendrehscheibe und standardisierten Verträgen für mehr Fairness sollen die Änderungen die Einführung intelligenter Zähler effizienter und zuverlässiger machen.