06 February 2026, 16:09

Neuer Oberbürgermeister in Meißen: Sebastian Schöne will digitale Reformen durchsetzen

Ein altes Stadtplan von einer Stadt mit einem zentralen Brunnen, umgeben von Gebäuden, Bäumen und Menschen, mit Text auf dem Papier.

Neuer Oberbürgermeister in Meißen: Sebastian Schöne will digitale Reformen durchsetzen

Sebastian Schöne ist mit knapper Mehrheit von 13 zu 12 Stimmen zum neuen Oberbürgermeister von Meißen gewählt worden. Der parteilose Kandidat löst Markus Lanz ab, dessen Amtszeit kaum dokumentierte Veränderungen in der lokalen Politik brachte. Schöne übernimmt das Amt nun mit dem Vorhaben, die Stadtverwaltung zu modernisieren und digitale Reformen voranzutreiben.

Seine Laufbahn im öffentlichen Dienst begann mit einem Studium an der Hochschule Meißen für öffentliche Verwaltung. Dort erwarb er einen Master of Arts in Europäischer Verwaltungswissenschaft sowie ein Diplom in allgemeiner Verwaltungslehre. Sein beruflicher Werdegang führte ihn später nach Dresden, wo er zunächst als Personalreferent an der Universität tätig war, bevor er zum Leiter der Zentralverwaltung aufstieg.

Im Oberbürgermeisteramt übernahm er eine Schlüsselposition und sammelte Erfahrungen in der Kommunalverwaltung. Parallel dazu arbeitete er ab 2008 als Berater für den Sächsischen Städtetag. Diese Stationen prägten seine Prioritäten für Meißen, die er in seiner Bewerbungsrede umriss: eine Stärkung der Bürgerservices und eine beschleunigte digitale Transformation.

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Seine Wahl folgt auf die Amtszeit von Markus Renner, der von Oktober 2023 bis Anfang 2026 im Amt war. In dieser Zeit erhielt Renner nach seinem Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl 2025 mit 58,5 Prozent der Stimmen Glückwünsche von der Partei Die Linke. Abgesehen davon war sein einzig dokumentiertes Vorhaben ein kleines Umweltprojekt im September 2024, das sich mit Zigarettenresten am örtlichen Busbahnhof befasste. Größere politische Veränderungen oder Reformen wurden unter seiner Führung nicht verzeichnet.

Schöne siegte als Unabhängiger ohne Parteibindung und hat bereits einen Kurswechsel angekündigt. Er lobte den Innovationsgeist Meißen und versprach, neue Energie in die Stadtverwaltung zu bringen.

Der neue Oberbürgermeister tritt sein Amt mit einer klaren Agenda an: die Vereinfachung kommunaler Dienstleistungen und die Beschleunigung des digitalen Fortschritts. Seine Wahl markiert einen Bruch mit der vorherigen Amtsführung, die kaum sichtbare Spuren in der Meißner Politik hinterlassen hat. Nun wird sich zeigen, ob Schönes Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung ausreicht, um seine Pläne umzusetzen.