16 March 2026, 00:53

Papierfabrik Hainsberg meldet dritte Insolvenz in neun Jahren an – 85 Jobs in Gefahr

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer belebten Stahlfabrik aus den 1910er Jahren, voller Menschen, Pfosten und diverser industrieller Gegenstände, mit dem Text "1910er Jahre Stahlfabrik" unten.

Papierfabrik Hainsberg meldet dritte Insolvenz in neun Jahren an – 85 Jobs in Gefahr

Papierfabrik Hainsberg meldet zum dritten Mal in neun Jahren Insolvenz an

Die traditionsreiche Papierfabrik Hainsberg, die 1938 gegründet wurde, hat zum dritten Mal innerhalb von neun Jahren Insolvenz angemeldet. Der jüngste finanzielle Zusammenbruch gefährdet 85 Arbeitsplätze und folgt auf einen gescheiterten Sanierungsversuch zu Beginn dieses Jahres. Branchenweite Herausforderungen wie steigende Energie- und Lohnkosten haben die Probleme des Unternehmens zusätzlich verschärft.

Gerhardt Friedrich Thode und Wilhelm Eduard Michael hatten die Fabrik vor über 85 Jahren gegründet. Trotz ihrer langen Geschichte kämpft das Unternehmen seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten – bereits 2017 und 2023 waren Insolvenzanträge gestellt worden.

Ein vorläufiger Insolvenzverwalter prüft nun die Finanzen des Betriebs. Zu seinen Aufgaben gehört es, mit Lieferanten und Kunden zu verhandeln, um zu klären, ob der Betrieb fortgeführt werden kann. Betroffene Mitarbeiter könnten Anspruch auf staatliche Hilfen haben, etwa Insolvenzgeld, das bis zu drei Monate ausstehender Löhne abdeckt.

Noch in diesem Jahr hatte die Fabrik ein Restrukturierungsprogramm durchlaufen, um ihre Zukunft zu sichern. Doch nur wenige Monate nach Abschluss dieser Maßnahmen folgte die erneute Insolvenzanmeldung. Die genauen Gründe für den Zusammenbruch sind zwar nicht bekannt, doch die Papierindustrie leidet unter stark gestiegenen Produktionskosten, darunter höhere Energiekosten und Löhne.

Die Zukunft der Fabrik bleibt ungewiss, während die Verwalter ihre Überlebensfähigkeit prüfen. Sollte der Betrieb eingestellt werden, drohen 85 Beschäftigten der Jobverlust – wenn auch mit Aussicht auf finanzielle Unterstützung. Der Fall unterstreicht die wachsenden Belastungen, denen sich die deutsche Papierbranche angesichts steigender Kosten und Marktinstabilität gegenübersieht.

AKTUALISIERUNG

Hainsberg Paper Mill Seeks Investors Amid Third Insolvency in Nine Years

Neue Berichte deuten darauf hin, dass die insolvente Hainsberg-Papierfabrik nach Investoren sucht, um ihre Zukunft zu sichern. Die von Gericht bestellte Anwältin Susanne Berner führt seit dem 5. Februar 2026 die Bemühungen, Käufer für die angeschlagene Fabrik zu finden. Dies ist ein Wechsel von früheren Plänen zur Stabilisierung der Operationen, da das Unternehmen zuvor keine Folgefinanzierung während der Restrukturierung im Jahr 2024 sichern konnte. Mit 85 Arbeitsplätzen auf dem Spiel signalisiert die Suche nach Investoren einen kritischen Wendepunkt in der anhaltenden Finanzkrise der Fabrik.