Petershausen plant 2026 erstmals seit Jahren einen Haushaltsüberschuss
Emma GüntherPetershausen plant 2026 erstmals seit Jahren einen Haushaltsüberschuss
Stadtwerke Petershausen rechnen 2026 mit einem Haushaltsüberschuss
Die Stadtwerke Petershausen (EGP) erwarten für das Jahr 2026 einen finanziellen Überschuss. Die zusätzlichen Einnahmen stammen aus den erhöhten Gebühren für Wasser und Abwasser, die zu Jahresbeginn in Kraft traten. Mit diesen Anpassungen sollen frühere Defizite ausgeglichen und gleichzeitig zukünftige Projekte finanziert werden.
Vor der Erhöhung zahlten die Bürgerinnen und Bürger 2,85 Euro pro Kubikmeter für Trinkwasser und 3,12 Euro für die Abwasserentsorgung. Die Kommune hatte diese Sätze im Gebührenplan für 2025 festgesetzt. Obwohl die neuen Gebühren nicht übermäßig angehoben wurden, gleichen sie nun die Fehlbeträge der vergangenen vier Jahre aus.
Für 2026 werden Einnahmen von 110.000 Euro aus der Wasserversorgung und 250.700 Euro aus der Abwasserbeseitigung prognostiziert. Der Überschuss entsteht unter anderem dadurch, dass mehrere kostspielige, aber notwendige Sanierungsmaßnahmen auf das Jahr 2027 verschoben wurden.
Rechtlich vorgeschrieben ist, dass die Wasser- und Abwassergebühren langfristig kostendeckend sein müssen. Die Versorgungsbetriebe arbeiten nach dem Prinzip der Kostenumlage, sodass die Gebühren die tatsächlichen Ausgaben decken müssen. Der Überschuss 2026 spiegelt diesen Spagat zwischen aktuellen Einnahmen und zukünftigen Investitionen wider.
Die prognostizierten Überschüsse werden die Finanzen der EGP nach Jahren der Defizite stabilisieren. Die Mehreinnahmen aus den Gebührenanpassungen fließen ab 2027 in dringend benötigte Bauvorhaben. Die Änderungen sichern zudem die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Kostendeckung in öffentlichen Versorgungsbetrieben.






