07 June 2026, 00:03

Piers Morgan kämpft gegen KI-Deepfakes und Einreiseverbote für Meinungsfreiheit

Piers Morgan: KI ist so mächtig, dass eine Deepfake-Version von mir sogar meine eigene Mutter getäuscht hat - SXSW London

Piers Morgan kämpft gegen KI-Deepfakes und Einreiseverbote für Meinungsfreiheit

Piers Morgan hat sich gegen die Verbreitung von KI-generierten Deepfakes ausgesprochen, die seine Stimme und sein Bild imitieren. Der Moderator kritisierte zudem die Entscheidung Großbritanniens, dem politischen Kommentator Cenk Uygur die Einreise zu verweigern. Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der das große Kulturfest SXSW London wegen seiner Handhabung von Debatten über Meinungsfreiheit in die Kritik geriet.

Morgan räumte ein, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten habe, ein gefälschtes Video von ihm vom echten zu unterscheiden. Der Streit begann, als Uygur und sein Neffe Hasan Piker vom britischen Innenministerium die Einreise verweigert wurde. Die Behörden begründeten dies damit, ihr Aufenthalt sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“. Morgan, der häufig Gast in Uygurs Sendung ist, hatte geplant, ihn sowohl in der Oxford Union als auch beim SXSW London zu empfangen.

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Das SXSW London, das in dieser Woche über 800 Redner:innen, Künstler:innen und Filmvorführungen präsentiert, verteidigte seine Rolle als Plattform für vielfältige Stimmen. Die Veranstalter betonten, sie unterstützten Morgans Recht, die Veranstaltung zu kritisieren, und stünden für die Meinungsfreiheit ein. Dennoch zeigte sich Morgan enttäuscht, dass das Festival Uygurs Einreiseverbot nicht öffentlich infrage stellte.

Jenseits der politischen Debatten äußerte Morgan Bedenken hinsichtlich KI-generierter Inhalte. Gefälschte Ausschnitte aus seiner Sendung Uncensored verbreiten sich online – selbst seine Mutter ließ sich täuschen. Er argumentierte, dass er in echten Diskussionen vorerst noch überzeugender sei als die KI. Unterdessen teilte die Sängerin Katherine Jenkins seine Sorgen und gab zu, dass sie Videos auf Plattformen wie TikTok wegen Deepfakes kaum noch traue. Die Kontroverse unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen KI-Manipulation und den Grenzen der Meinungsfreiheit. Während Uygur weiterhin von der Einreise nach Großbritannien ausgeschlossen bleibt, sieht sich Morgan mit digitalen Identitätsdiebstählen konfrontiert. Das SXSW London bekräftigte zwar sein Engagement für eine Vielfalt an Perspektiven, doch die Debatte über Zensur und Authentizität bleibt ungelöst.

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