21 April 2026, 04:03

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Verpackungssteuer auf Einweggeschirr ein

Großes Lagerinnere mit verschiedenen Reifen, Behältern, Topfpflanzen, bedruckten Tafeln, Pfosten, Beleuchtung, einem blauen Tuch und weiteren Gegenständen, mit Bäumen, Fahrzeugen und Schnee im Hintergrund.

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Verpackungssteuer auf Einweggeschirr ein

Potsdam führt ab 1. Juli 2023 eine neue Verpackungssteuer auf Einweggeschirr und -behälter ein. Damit ist die Landeshauptstadt die erste Kommune in Brandenburg, die ein solches Modell umsetzt – nach dem Vorbild anderer deutscher Städte.

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Die Abgabe beträgt 50 Cent pro Einwegbecher, -teller oder -schale, für Besteck kommen 20 Cent pro Stück hinzu. Die Stadt rechnet damit, dass die Maßnahme ab 2027 jährlich rund eine Million Euro einbringen wird.

Potsdam orientiert sich dabei an Tübingen in Baden-Württemberg, wo eine ähnliche Steuer bereits gilt. Auch Freiburg und Konstanz haben inzwischen vergleichbare Regelungen eingeführt. Der Brandenburgische Städte- und Gemeindebund, dessen unabhängiger Präsident Oliver Hermann ist, hat den Schritt der Landeshauptstadt begrüßt.

Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage suchen viele Kommunen in Brandenburg nach neuen Einnahmequellen. Die Steuer soll nicht nur die Müllvermeidung fördern, sondern auch die städtischen Finanzen stärken. Ab kommendem Monat gilt sie für alle Einweg-Lebensmittelverpackungen. Es ist möglich, dass weitere Städte in der Region dem Potsdamer Beispiel folgen werden.

Quelle