RB Leipzig in der Sexismus-Debatte: Warum ein Social-Media-Post für Aufruhr sorgt
Lotta SchulteRB Leipzig in der Sexismus-Debatte: Warum ein Social-Media-Post für Aufruhr sorgt
Ein Social-Media-Beitrag von RB Leipzig mit der Frauenfußballtrainerin Marie-Louise Eta hat für Kontroversen gesorgt. Der Verein veröffentlichte Bilder von Eta mit Spielern und dem ehemaligen Trainer Marco Rose, was in den Kommentaren zu Vorwürfen wegen Sexismus führte. RB Leipzig wies diese Vorwürfe entschieden zurück.
Eta, die als erste Trainerin in der Geschichte der deutschen Männer-Bundesliga für Furore sorgte, ist seit ihrer Ernennung immer wieder Ziel von Online-Beleidigungen. Der jüngste Vorfall folgte einem scherzhaften Austausch zwischen dem Verein und dem 1. FC Union Berlin vor ihrem anstehenden Spiel am Freitag.
Der Streit begann, als RB Leipzig auf einen Tweet des 1. FC Union Berlin über deren Stadt reagierte – allerdings nicht mit einer direkten Antwort, sondern mit einem Collage von Eta während ihrer Zeit in Leipzig. Die Bildunterschrift lautete: "Euer Cheftrainer fand die Stadt nicht nur einfach ganz nett…" – ein Verweis auf ihre früheren Besuche.
Eta arbeitete erstmals Ende 2022 mit RB Leipzig zusammen, und zwar im Rahmen ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung. Damals hospitierte sie bei dem damaligen Trainer Marco Rose und absolvierte später ein Praktikum beim Verein. 2023 teilte sie selbst eine Fotosammlung aus dieser Zeit in den sozialen Medien.
Der Beitrag zog schnell Kritik auf sich, einige Kommentatoren äußerten sich sexistisch. RB Leipzig lehnte die Vorwürfe ab und betonte, dass Sexismus im Verein keinen Platz habe. Zudem verwies der Club auf die Vielzahl von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Organisation. Etas Ehemann Benjamin trainiert derzeit die U20-Frauenmannschaft von RB Leipzig.
Die beiden Teams treffen am Freitag um 20:30 Uhr MEZ in Leipzig aufeinander; die Partie wird live bei Sky übertragen.
RB Leipzig bekräftigte seine Unterstützung für Eta und verurteilte sexistisches Verhalten. Der Verein äußerte sich zudem optimistisch über ihre künftige Zusammenarbeit mit dem Team. Gleichzeitig hält die Online-Hetze gegen Eta an – ein Beispiel für die größeren Herausforderungen, mit denen Frauen im Spitzenfußball konfrontiert sind.






