27 March 2026, 22:02

Renk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt

Alte Zeitungsanzeige mit einem uniformierten Soldaten in einem Helm und einem langen Mantel neben einem Mann mit einem Gewehr, beide mit entschlossener Miene, begleitet von Text.

Renk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt

Renk, der Augsburger Antriebsspezialist, hat einen Großauftrag für die Lieferung von Getrieben für die deutschen Schützenpanzer vom Typ Puma an Land gezogen. Der Deal erhöht den ohnehin wachsenden Auftragsbestand des Unternehmens, der bis Ende 2025 auf den Rekordwert von 6,68 Milliarden Euro angewachsen war. Trotz des neuen Geschäfts reagierte der Aktienmarkt verhalten – am Freitag gab die Renk-Aktie nach.

Im Rahmen des aktuellen Vertrags werden 188 HSWL-256-Getriebe geliefert, die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2026 vorgesehen. Zusammen mit einer vorherigen Bestellung beläuft sich die Gesamtzahl der für die Bundeswehr bestimmten Einheiten damit auf 213 Stück, deren Auslieferung zwischen Mitte 2027 und Ende 2030 abgeschlossen sein soll. Die Tochtergesellschaft Horstman Group wird die passenden hydropneumatischen Federungssysteme für die Fahrzeuge liefern.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Renk einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) von 255 bis 285 Millionen Euro. Rund 200 Millionen Euro dieses Ausblicks entfallen auf Aufträge, die aus dem Jahr 2025 übernommen wurden und in der ersten Jahreshälfte 2026 abgearbeitet werden müssen.

Anleger richteten ihren Fokus jedoch auf technische Schwächen in der Aktienperformance des Unternehmens. Am Freitag verlor die Renk-Aktie 3,12 Prozent und schloss bei 47,12 Euro – ein Rückgang, der sich in den vergangenen 30 Tagen bereits abgezeichnet hatte.

Der neue Auftrag festigt Renks Position im Verteidigungssektor und baut auf dem Rekord-Auftragsbestand auf. Die finanzielle Perspektive des Unternehmens bleibt solide, auch wenn die Marktstimmung diese Zuversicht bisher noch nicht widerspiegelt. Die Lieferungen an die Bundeswehr werden sich über mehrere Jahre erstrecken, die ersten Getriebe sollen Anfang 2026 ausgeliefert werden.

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