29 June 2026, 04:01

Rentenkommission warnt vor Doppellast: Warum Beamte nicht in die gesetzliche Rente sollen

Bofinger warnt vor Integration von Beamten in die gesetzliche Rente

Rentenkommission warnt vor Doppellast: Warum Beamte nicht in die gesetzliche Rente sollen

Ein Mitglied der deutschen Rentenkommission hat sich gegen die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ausgesprochen. Peter Bofinger warnte, ein solcher Schritt würde die öffentlichen Haushalte stark belasten. Die Kommission hatte zuvor ein universelles Rentensystem als Ideal für die Alterssicherung bezeichnet.

In einem Interview erklärte Bofinger, die Integration der Beamten in das gesetzliche System würde für den Staat eine „massive Doppellast“ bedeuten. Nach der geplanten Reform müsste die Regierung künftig nicht nur die Rentenbeiträge für neue Beamte zahlen, sondern gleichzeitig über Jahrzehnte weiterhin die bestehenden Rentner finanzieren.

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Er verwies zudem auf verfassungsrechtliche Hürden für eine vollständige Eingliederung. Trotz dieser Herausforderungen hält die Kommission ein einheitliches System langfristig für die beste Lösung – räumte jedoch ein, dass eine Umsetzung in absehbarer Zeit kaum realisierbar sei.

Als Alternative schlug Bofinger vor, die Gehälter der Beamten zu erhöhen, um die Unterschiede auszugleichen. Seine Äußerungen folgen Forderungen von Barbara Bas, Kollegin des Arbeitsministers Hubertus Heil (beide SPD), die sich dafür ausgesprochen hatte, Beamte in die gesetzliche Rente einzubeziehen.

Das Idealmodell der Kommission bleibt ein universelles Rentensystem für alle Beschäftigten. Doch praktische und rechtliche Hindernisse erschweren die Umsetzung. Vorerst könnten Gehaltsanpassungen einen schnelleren Weg bieten, um das Problem anzugehen.

Quelle