Rettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Emma GüntherRettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Seit mehreren Tagen ist ein Buckelwal in der Lübecker Bucht bei Timmendorfer Strand gestrandet. Rettungsteams versuchen, das Tier zu befreien, nachdem es zwischen dem 22. und 23. März 2026 auf einer Sandbank festgesessen hatte.
Die Behörden haben Bagger eingesetzt, um einen 50 Meter langen Kanal um den Wal zu graben. Ziel ist es, einen ausreichend tiefen Weg zu schaffen, damit das Tier zurück ins offene Gewässer schwimmen kann. Trotz dieser Bemühungen waren die Rettungsversuche bisher jedoch noch nicht erfolgreich.
Solche Strandungen sind an der deutschen Ostseeküste selten. In den vergangenen fünf Jahren gab es in der Region keine vergleichbaren Vorfälle.
Tiere haben in der Vergangenheit gelegentlich eine unerwartete Rolle bei der Rettung von Menschen gespielt. So trug 2004 während des Tsunamis in Südasien ein Elefantenbaby namens Ning Nong ein achtjähriges Mädchen auf seinem Rücken in Sicherheit. Im selben Jahr bildeten Delfine in Neuseeland einen schützenden Kreis um Schwimmer, um einen Weißen Hai fernzuhalten. Ein weiterer bemerkenswerter Fall ereignete sich 1996, als die Gorilladame Binti Jua einen dreijährigen Jungen, der in ihr Gehege gefallen war, aufhob und in Sicherheit brachte.
Der gestrandete Wal befindet sich weiterhin in der Lübecker Bucht, während die Rettungsarbeiten andauern. Die Teams versuchen weiterhin, das Tier in tiefere Gewässer zu geleiten. Über den Ausgang der jüngsten Bemühungen ist noch nichts bekannt.






