"Richi"-Streit eskaliert: Warum ein viraler Spruch jetzt vor Gericht landet
Lara Wagner"Richi"-Streit eskaliert: Warum ein viraler Spruch jetzt vor Gericht landet
Der virale Spruch "Richi" des Schweizer Komikers Hermann Schönbächler hat eine juristische Auseinandersetzung um dessen unerlaubte Verwendung ausgelöst. Der Influencer Zeki baute die Zeile in seine Comedy-Soundboxen ein, woraufhin sich die Familie Schönbächler beschwerte. Mehrere Händler haben die Produkte inzwischen aus dem Sortiment genommen, während der Streit weitergeht.
Der Ausruf "Richi" wurde durch einen Sketch Schönbächlers landesweit bekannt. Zeki übernahm ihn später für seine Soundboxen – ohne die Erlaubnis der Familie oder des beteiligten Senders SRF. Die Schönbächlers betonten, sie hätten die Nutzung des Spruchs nie genehmigt und auch keine Vergütung dafür erhalten.
Händler reagierten prompt auf den Konflikt: Brack nahm die Soundboxen vorerst vom Verkauf, bis die Rechtslage geklärt ist. Galaxus stoppte den Verkauf von Fan-Artikeln mit dem Kultspruch, bietet aber weiterhin die überarbeitete Version von Zekis Produkt an.
Die Familie Schönbächler forderte öffentlich ein Ende des Meme-Hypes und bat um Respekt vor ihrer Privatsphäre – insbesondere zum Schutz ihrer Kinder. Zeki erklärte daraufhin, die neuen Soundboxen enthielten den "Richi"-Spruch nicht mehr und entsprächen nun den rechtlichen Vorgaben. Die restlichen Bestände der alten Version verkauft er jedoch weiter ab.
Der Fall zeigt die Risiken auf, die mit der Nutzung viraler Inhalte ohne entsprechende Rechte verbunden sind. Zekis überarbeitete Soundboxen erfüllen zwar jetzt die gesetzlichen Anforderungen, doch die alten Bestände bleiben erhältlich. Händler haben ihre Angebote angepasst, während die Familie Schönbächler weiterhin um Privatsphäre und Respekt wirbt.






