03 April 2026, 00:04

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 – mit jahrelangen Einschränkungen

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene, das einen umfassenden Überblick über ein Schienensystem bietet.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 – mit jahrelangen Einschränkungen

Ausbau der S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach: 836 Millionen Euro gesichert – Baubeginn nach Ostern 2026

Für den Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach stehen nun 836 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bauarbeiten sollen nach Ostern 2026 beginnen. Pendler müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen, darunter Stationsschließungen und Streckensperrungen. Die ursprünglich für 2025 geplante Fertigstellung des zweiten Gleises wurde aufgrund von Verzögerungen und Altlasten bereits auf 2028 verschoben.

Das Projekt umfasst den vollständigen zweigleisigen Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie die Modernisierung wichtiger Bahnhöfe. Der Bahnhof Bergisch Gladbach erhält vier Gleise, während in Köln-Kalk West ein neuer Haltepunkt entsteht. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut, darunter neue Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Lange Sperrungen und dichterer Takt Die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück werden vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 für Umbaumaßnahmen vollständig geschlossen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 alle zehn Minuten verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast im Fünf-Minuten-Takt.

Ungewisse Zeitplanung trotz Fortschritten NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen, nachdem die Planfeststellung abgeschlossen ist. Dennoch bleibt der Gesamtzeitplan unsicher: Der Zieltermin für das zweite Gleis – Anfang 2032 – gilt aufgrund von Konflikten mit anderen Projekten als gefährdet. Die Bauarbeiten könnten erst Ende 2030 beginnen.

Kostenexplosion durch Altlasten und Lieferengpässe Das Budget ist auf 836 Millionen Euro angewachsen, wobei der Bund 531 Millionen und das Land NRW 305 Millionen Euro trägt. Die Verzögerungen gehen auf unerwartete Bodenbelastungen, Genehmigungsrückstände und Lieferkettenprobleme bei Baumaterialien zurück.

Mehr Kapazität, mehr Barrierefreiheit – aber erst nach Jahren der Einschränkungen Ziel des S11-Ausbaus ist eine höhere Kapazität und bessere Erreichbarkeit auf der Strecke Köln–Bergisch Gladbach. Pendler müssen jedoch jahrelang mit Sperrungen und eingeschränktem Angebot leben, bevor sich die Taktung verbessert. Die endgültigen Kosten und der Fertigstellungstermin hängen davon ab, wie schnell die anhaltenden logistischen und finanziellen Herausforderungen gelöst werden.

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