04 April 2026, 10:03

Sachsen-Anhalt streikt: Beschäftigte kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle bei der Schwarz Gruppe

Schwarze und weiße Gravur eines Mannes, der eine Schubkarre mit Kohle durch eine Fabrik schiebt, mit Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt, und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Sachsen-Anhalt streikt: Beschäftigte kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle bei der Schwarz Gruppe

Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken diese Woche für höhere Löhne

In Sachsen-Anhalt legen Beschäftigte diese Woche die Arbeit nieder, um gegen niedrige Löhne zu protestieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks an drei Standorten der Schwarz Gruppe aufgerufen, darunter die Bonback-Bäckerei in Halle (Saale) und den Getränkehersteller MEG in Weißenfels. Die Mitarbeiter fordern gerechtere Bezahlung und argumentieren, dass ihre Gehälter deutlich hinter denen in Westdeutschland zurückliegen.

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Die Arbeitsniederlegungen begannen heute bei Bonback im Star Park Halle Queis. Die Belegschaft streikt zwei Tage lang, während bei MEG in Weißenfels ein separater dreitägiger Ausstand geplant ist. Die NGG führt die Aktion unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer nieder" und betont, dass die Beschäftigten nicht länger das "Billiglohn-Heer des Ostens" sein wollen.

Bonback firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor die Schwarz Gruppe – zu der auch Lidl und Kaufland gehören – den Betrieb vor zwei Jahren übernahm. Nun gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck, die Lohnungleichheit zu beseitigen. Laut NGG liegen die Monatsgehälter in der Lebensmittelbranche Sachsen-Anhalts teilweise bei nur 900 Euro. Selbst nach jüngsten Erhöhungen – etwa für Bäcker, deren Löhne von 2.426 Euro im Jahr 2022 auf 2.715 bis 3.243 Euro bis 2025 steigen sollen – bleiben die Einkommen deutlich hinter denen in westdeutschen Bundesländern zurück.

Die NGG warnt, dass weitere Streiks drohen, sollten die Verhandlungen keine Angleichung bringen. Die Beschäftigten kritisieren, dass die schrittweisen Lohnerhöhungen die regionalen Unterschiede nicht ausgleichen. Die Arbeitsniederlegungen richten sich gezielt gegen zentrale Schwarz-Gruppe-Standorte in der Region. Die Mitarbeiter fordern Löhne, die denen in Westdeutschland entsprechen, wo vergleichbare Tätigkeiten besser bezahlt werden. Die Gewerkschaft macht deutlich: Die Proteste werden anhalten, bis das Unternehmen die seit Langem bestehende Lohnscheere schließt.

Quelle