23 April 2026, 18:04

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" auf schwarzem Hintergrund.

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Betroffen ist der jährliche Girls' Day und Boys' Day, für den in diesem Jahr über 20 Jugendliche Plätze bei der AfD beantragt hatten. Landesbeamte rechtfertigen den Schritt als notwendig zum Schutz demokratischer Grundwerte.

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Das Verbot wurde vor dem Girls' Day und Boys' Day 2025 bekanntgegeben, einem Programm, das Schülern Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglicht. Mehr als 20 Bewerbungen waren für Praktika bei der AfD-Fraktion im Magdeburger Landtag eingegangen.

Bildungsminister Jan Riedel (CDU) unterstützte die Maßnahme und betonte, Schulen müssten verfassungsgemäße Werte verteidigen. Er verwies auf die Einstufung der AfD als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und warf der Partei antidemokratische sowie menschenverachtende Tendenzen vor.

Die AfD wies die Entscheidung als politisch motiviert zurück. Fraktionschef Ulrich Siegmund behauptete, die Landtagsfraktion agiere als eigenständige juristische Person, unabhängig von der Partei. Dennoch bleibt das Verbot bestehen.

Die Regelung verhindert, dass Schüler Praktika bei der AfD-Landtagsfraktion absolvieren. Die Behörden bestehen darauf, dass die Maßnahme im Einklang mit der Aufgabe der Schulen stehe, die Demokratie zu schützen. Die AfD kritisiert den Beschluss weiterhin als unzulässige Einmischung.

Quelle