23 February 2026, 16:02

Sachsen holt brasilianische Pflegekräfte – ein Projekt gegen den Fachkräftemangel

Ein Plakat mit zwei Fotos von Krankenschwestern links und Text rechts, der "Woche der Krankenschwestern 2020: Mitgefühl, Expertise, Vertrauen" lautet, mit einem Logo unten rechts.

Pflege: Sachsen abhängig von ausländischen Pflegekräften - Sachsen holt brasilianische Pflegekräfte – ein Projekt gegen den Fachkräftemangel

Sachsen steht vor einem massiven Pflegenotstand – bis 2030 werden schätzungsweise 5.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat die Diakonie in Leipzig ein Projekt gestartet, das Auszubildende aus Brasilien anwirbt. Die erste Gruppe mit neun brasilianischen Pflegekräften beginnt im September 2033 ihre dreijährige Ausbildung.

Bevor die brasilianischen Auszubildenden in Leipzig eintrafen, absolvierten sie in ihrer Heimatstadt Recife einen intensivierten Deutschkurs. Der Spracherwerb stellt für sie bisher die größte Hürde dar. Trotz dieser Schwierigkeiten plant die Diakonie, das Programm auszubauen: Eine zweite Gruppe hat ihre Sprachausbildung bereits abgeschlossen, und die Vorbereitungen für eine dritte Kohorte laufen bereits.

Die Suche nach weiteren Teilnehmenden soll kurz nach Januar 2024 starten. Sebastian Steeck, kaufmännischer Direktor der Diakonie, betont, dass Sachsen den Fachkräftemangel nicht allein mit heimischen Arbeitskräften decken könne. Seiner Meinung nach müsse die Gesellschaft offener für Pflegekräfte aus dem Ausland werden, um den Engpass zu überwinden.

Auch Sozialministerin Petra Köpping teilt diese Einschätzung. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, ausländische Auszubildende und Fachkräfte zu gewinnen, um die Lücken zu schließen. Ohne diese Unterstützung werde die alternde Bevölkerung die Belastung für das Gesundheitssystem weiter verschärfen.

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Ziel des Diakonie-Projekts ist es, in den kommenden Jahren weitere brasilianische Auszubildende nach Sachsen zu holen. Die Initiative ist Teil umfassender Bemühungen, den Pflegekräftemangel bis 2030 zu bewältigen. Derzeit liegt der Fokus auf der Sprachausbildung und der Vorbereitung der nächsten Gruppen auf ihren Umzug nach Deutschland.