04 March 2026, 14:30

Sachsen krempelt die Bürokratie um: 32 Maßnahmen für mehr Effizienz bis 2027

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebener Schrift, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.

Bürokratie soll reduziert werden - 32 Maßnahmen beschlossen - Sachsen krempelt die Bürokratie um: 32 Maßnahmen für mehr Effizienz bis 2027

Sachsen startet Großoffensive gegen Bürokratie und vereinfacht Verwaltungsabläufe

Die sächsische Landesregierung hat im Juni 2024 ein umfassendes Entbürokratisierungspaket auf den Weg gebracht, das 32 konkrete Maßnahmen zur Straffung der Verwaltung vorsieht. Bis 2027 sollen die Änderungen spürbare und messbare Vorteile für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bringen – so das Versprechen der Verantwortlichen.

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Bis März 2026 wurden bereits 18 der 32 geplanten Schritte vollständig umgesetzt, neun weitere befinden sich in der Umsetzung. Im Fokus der Reformen steht der Abbau überflüssiger Formalitäten: Wo rechtlich möglich, sollen Anforderungen wie beglaubigte Kopien, Zeugnisse oder polizeiliche Führungszeugnisse gestrichen oder vereinfacht werden. Schriftliche Anträge in strenger Form werden künftig oft durch einfache E-Mails oder standardisierte digitale Formate ersetzt.

Um dies zu ermöglichen, plant das Land die Anpassung von rund 150 Gesetzen. Ein zentrales Ziel ist die Halbierung aller Melde- und Dokumentationspflichten bis 2027. Die Verantwortlichen sprechen von einem konsequenten Kurs, der durch schnellere und effizientere Verwaltungsverfahren das Vertrauen in den Staat zurückgewinnen soll.

Die Staatskanzlei betont, dass die Reformen greifbare Entlastung bringen werden: Bürger sollen weniger bürokratische Hürden überwinden müssen, Unternehmen profitieren von beschleunigten Genehmigungen und geringeren Auflagen. Gleichzeitig wird die Digitalisierung der Abläufe als Teil der Umstrukturierung vorangetrieben.

Die Änderungen markieren einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Regulierungspraxis in Sachsen. Mit fast 60 Prozent der Maßnahmen bereits in der Umsetzung rechnet der Freistaat mit reibungsloseren Schnittstellen zwischen Behörden, Bürgern und Wirtschaft. Die letzten Schritte sollen schrittweise folgen, bis 2027 die vollständige Umsetzung erreicht ist.