24 February 2026, 14:09

Sachsen reformiert Polizeigesetze: Tasern, Drohnen und Überwachungstechnik ab 2027

Eine Gruppe von Polizisten in Helmen und mit Waffen im Freien vor einem Gebäude mit Glasfenstern, das Puppen und Lichter enthält, mit einem Verkehrssignalmast im Vordergrund und Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Kabinett billigt Entwurf für neues Polizeigesetz - Sachsen reformiert Polizeigesetze: Tasern, Drohnen und Überwachungstechnik ab 2027

Sachsen plant eine umfassende Reform seiner Polizeigesetze mit verschiedenen modernen Anpassungen. Die geplanten Änderungen umfassen erweiterte Befugnisse für Beamte, striktere Regeln für den Drohnenbetrieb und den Einsatz fortschrittlicher Überwachungstechnologien. Die Behörden betonen, dass die Reformen notwendig seien, um mit wachsenden Sicherheitsherausforderungen Schritt zu halten – stets im Einklang mit den gesetzlichen Grenzen.

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Der Gesetzentwurf sieht mehrere zentrale Maßnahmen vor. Ab 2027 sollen Tasern zur Standardausrüstung der Polizei gehören. Automatisierte Kennzeichenerfassungssysteme dürfen künftig verdeckt eingesetzt werden, während intelligente Videotechnik Risikogebiete überwacht. Auch der Drohnenbetrieb unterliegt schärferen Auflagen, darunter Maßnahmen gegen unerlaubte Flüge.

Innenminister Armin Schuster verteidigt die Pläne und erklärt, dass die Bürger von der Polizei erwarten, sich an neue Bedrohungen und Technologien anzupassen. Die Novelle geht aus einer Konsultationsphase hervor und soll nach dem 12. März 2026 im Landtag beraten werden. Bis zum 30. Juni müssen die Abgeordneten die Änderungen verabschieden, um den Verlust bestimmter Polizeibefugnisse aufgrund früherer Gerichtsurteile zu vermeiden.

Die politischen Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Die BSW-Partei signalisiert voraussichtlich Unterstützung für den Vorschlag der Minderheitskoalition. Die SPD lehnt hingegen Pläne ab, die Software des Unternehmens Palantir anzuschaffen, und warnt vor Datenschutzrisiken.

Bei Verabschiedung des Gesetzes erhält die sächsische Polizei erweiterte Instrumente für Überwachung und Menschenmengenkontrolle. Die Reform zielt darauf ab, moderne Polizeiarbeit mit verfassungsrechtlichen Vorgaben in Einklang zu bringen. Die endgültigen Beschlüsse fallen nach der parlamentarischen Prüfung in den kommenden Monaten.