Schwarzarbeit in Deutschland: Millionenstrafen und tausende Kontrollen im Jahr 2023
Emma GüntherMillionen-Schaden durch Schwarzarbeit - Schwarzarbeit in Deutschland: Millionenstrafen und tausende Kontrollen im Jahr 2023
Deutsche Zollermittler deckten 2023 flächendeckende Schwarzarbeit auf. Besonders stark betroffen von den Kontrollen waren die Baubranche, die Gastronomie sowie der Logistiksektor. Die Behörden stellten erhebliche Verstöße fest, die zu Bußgeldern und juristischen Konsequenzen in ganz Deutschland führten.
Im vergangenen Jahr führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FSK) groß angelegte Razzien zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung durch. Allein in Sachsen wurden rund 1.300 Betriebsprüfungen vorgenommen, bei denen fast 18.300 Arbeitnehmer überprüft wurden. Im Fokus standen dabei besonders risikobehaftete Branchen wie das Baugewerbe, Restaurants, Hotels und der Gütertransport.
Die Ermittlungen förderten umfangreiche Verstöße zutage: Rund 3.800 Strafverfahren und 1.400 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet. Finanzielle Sanktionen folgten – die Gesamtsumme der in abgeschlossenen Fällen festgesetzten Schäden belief sich auf knapp 30,5 Millionen Euro.
Trotz der bundesweiten Anstrengungen veröffentlichte keines der 16 Bundesländer eigene Statistiken oder Berichte über lokale Kontrollen. Sämtliche verfügbaren Daten stammten von der FSK, sodass die länderspezifischen Durchsetzungsmaßnahmen im Dunkeln blieben.
Die verschärften Maßnahmen gegen Schwarzarbeit führten zu Tausenden Kontrollen und Millionen an zurückerstatteten Geldern. Zwar wurden Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet, doch bei der Transparenz auf Landesebene gibt es weiterhin Defizite. Die Erkenntnisse der FSK zeigen, wie groß die Herausforderungen bei der Regulierung informeller Arbeit in Schlüsselsektoren nach wie vor sind.






