Sechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers
Marie SchneiderSechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers
Anwohner protestieren zum sechsten Mal für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers
Zum sechsten Mal haben Anwohner gegen die Schließung des Südstadt-Centers demonstriert und dessen Wiedereröffnung gefordert. Das Einkaufszentrum war im Februar geschlossen worden, nachdem Prüfer schwere Mängel im Brandschutz festgestellt hatten. Unter den Demonstranten befand sich auch Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, der jedoch bestätigte, dass es derzeit keine konkreten Pläne für eine baldige Wiedereröffnung gebe.
Die Stadt hatte das Südstadt-Center vor fünf Monaten wegen gravierender Sicherheitsmängel schließen müssen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Beamte der unteren Bauaufsichtsbehörde auf erhebliche Defizite hingewiesen. Eine Risikobewertung warnte damals, dass ein Brand insbesondere für ältere Besucher tödlich enden könnte.
Seit der Schließung hat der Eigentümer zwar einige Brandschutzprobleme behoben, doch unbeglichene Stromrechnungen führten zu einer vollständigen Stromabschaltung. Trotz anhaltender Bedenken fehlt der Stadt die rechtliche Handhabe, um den Besitzer zu weiteren Investitionen oder Sanierungen zu zwingen.
Der Protestorganisator Daniel Mahler fragte, was die Schließung für die Zukunft der Stadt bedeute. Zudem äußerte er Sorgen über die Auswirkungen auf seine Kinder und andere Familien aus der Nachbarschaft. Unterdessen wurde ein Mitarbeiter damit beauftragt, potenzielle Investoren für eine Wiederbelebung des Centers zu gewinnen.
Scheitern die Bemühungen um eine Wiedereröffnung des bestehenden Gebäudes, gibt es bereits einen Alternativplan: Ein Investor hat Interesse signalisiert, auf einem nahegelegenen Gelände ein kleineres Ersatzzentrum zu errichten.
Das Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen, da Sicherheits- und Finanzprobleme weiterhin bestehen. Zwar gab es einige Fortschritte, doch ungelöste Fragen wie ausstehende Rechnungen und strukturelle Risiken blockieren eine Wiedereröffnung. Die Stadt prüft weiterhin Optionen – darunter auch ein verkleinertes Ersatzbauwerk –, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.






