Sixt warnt vor EU-Plänen zur Flotten-Elektrifizierung und steigenden Kosten bis 2035
Lara WagnerSixt warnt vor EU-Plänen zur Flotten-Elektrifizierung und steigenden Kosten bis 2035
EU-Pläne für strengere Elektrifizierungsvorschriften in gewerblichen Flotten sorgen bei Sixt für Kritik
Die Bestrebungen der EU, die Elektrifizierung von gewerblichen Fahrzeugflotten voranzutreiben, haben beim Autovermieter Sixt Besorgnis ausgelöst. Das Unternehmen warnt vor steigenden Kosten und betrieblichen Herausforderungen, während die EU ehrgeizige Ziele für Fahrzeuge mit niedrigen und null Emissionen bis 2030 und 2035 setzt. Deutschlands eigene Quoten stimmen weitgehend mit diesen Vorgaben überein.
Nach den jüngsten EU-Plänen müssen gewerbliche Flotten zügig auf Elektro- und Niedrigemissionsmodelle umsteigen. Die regionalen Vertreter Deutschlands, organisiert im Gremium CoRAI, unterstützen zwar die grundsätzlichen Ziele, fordern jedoch mehr Flexibilität bei der Technologiewahl sowie stärkere finanzielle Hilfen für betroffene Automobilregionen. Unterdessen bleibt die Haltung der Bundesregierung unklar – seit der Einführung des Automobilpakets im Dezember 2025 gibt es keine dokumentierten Anpassungen.
Sixt-Chef Konstantin Sixt kritisiert den EU-Ansatz als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er prognostiziert höhere Mietpreise, da sich das Unternehmen an die verschärften Vorschriften anpassen muss. Zudem warnt das Unternehmen vor der wachsenden Abhängigkeit Europas von chinesischen Batterieherstellern, die Lieferkettenrisiken berge.
Die EU-Vorgaben sehen vor, dass bis 2030 83 Prozent der deutschen gewerblichen Flotte aus Fahrzeugen mit niedrigen oder null Emissionen bestehen müssen – bis 2035 sollen es 95 Prozent sein. Sixt argumentiert, dass die Einhaltung dieser Fristen Budgets und Infrastruktur überlasten werde, insbesondere bei unzureichenden Ladeinfrastrukturen und fehlenden Alternativen zu fossilen Kraftstoffen.
Die Elektrifizierungsoffensive der EU wird den gewerblichen Transportsektor grundlegend verändern, doch Sixts Warnungen unterstreichen die praktischen Hürden. Da Deutschlands Quoten die EU-Ziele widerspiegeln, stehen Unternehmen unter Druck, sich schnell anzupassen. Entscheidend wird sein, ob die Politik in den kommenden Jahren die Kostenprobleme und Lieferkettenrisiken angeht.






