Söder kritisiert CDU-Wahlkampf und macht AfD für Niederlage verantwortlich

Lotta Schulte
Lotta Schulte
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Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.Lotta Schulte

Söder: Schmutzkampagne verantwortlich für Hagels Niederlage - Söder kritisiert CDU-Wahlkampf und macht AfD für Niederlage verantwortlich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Wahlkampf der CDU in Baden-Württemberg als übermäßig aggressiv kritisiert. Bei der Landtagswahl am 8. März 2026 verlor die Partei knapp – Söder machte umstrittene Taktiken der AfD für die Niederlage verantwortlich. Gleichzeitig forderte er die CDU auf, sich mit größerer Dringlichkeit auf die Wirtschaftspolitik zu konzentrieren.

Söder betonte, dass die Niederlage der CDU kein generelles Versagen der Unionsparteien darstelle. Stattdessen verwies er auf einen "schmutzigen Wahlkampf" mit umstrittenen Videoveröffentlichungen der AfD und argumentierte, dass der CDU-Kandidat Manuel Hagel ohne diese wahrscheinlich gewonnen hätte. Trotz der Rückschläge bestritt Söder, dass das Ergebnis eine Renaissance der Grünen oder eine grundlegende Stimmungsänderung der Wähler signalisiere.

Er gratulierte dem Grünen-Kandidaten Cem Özdemir zum Sieg und äußerte die Hoffnung auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Söder erwarte von Özdemir, dass dieser den Föderalismus achte und in Bundesrat sowie Ministerpräsidentenkonferenzen lösungsorientiert agiere. Gleichzeitig forderte er eine gründliche Aufarbeitung der CDU-Wahlkampfmethoden, die er als inakzeptabel bezeichnete.

Seit der Wahl in Baden-Württemberg haben keine weiteren Landtagswahlen stattgefunden. Die langfristigen Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Union und Grünen bleiben daher unklar.

Das Wahlergebnis zwingt die CDU, ihre Strategie zu überprüfen, während sie sich auf künftige Wahlkämpfe vorbereitet. Söders Fokus auf wirtschaftliche Themen deutet auf eine Neuausrichtung der Partei hin. Zunächst wird die Zusammenarbeit mit Özdemirs Regierung für beide Seiten eine Bewährungsprobe sein.